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Trauma oder auch Aura ist der erste von drei aufeinanderfolgenden Filmen, die Dario Argento mit seiner jüngeren Tochter Asia drehte und gleichzeitig der erste und bis heute einzige amerikanische Film des Meisters- 2007 kam dann La Terza Madre (Mother Of Tears) hinzu-wieder mit seiner Tochter.

Im Grunde hat Argento immer wieder Gialli gedreht-das berühmt-berüchtigte spezielle italienische Genre, das er gut 25 Jahre zuvor mitbegründete oder zumindest hoffähig machte.
Man tut ihm also nicht Unrecht, würde man behaupten, er versuche sich ständig am gleichen Werk, nur mit verschiedenen Nuancen und einer anderen Choreographie. Dies ist natürlich richtig und stellt mit  einen Grund dar, warum seine neueren Arbeiten nicht mehr an seine alten heranreichen. Immer nur zu variieren wird auf Dauer langweilig. Sieht man aber einen Film wie beispielsweise Trauma alleinstehend für sich, muss man von einem äußerst gelungenen Stück sprechen.
Da ist erst einmal die 17jährige Asia Argento, die viel frischen Wind in das Genre bringt und die an Aneroxie leidende Aura hervorragend darstellt; später wird sie als Regisseurin und aufgrund ihres Lebensstils für noch mehr Schlagzeilen sorgen. Piper Laurie kennen wir u.a. als fanatisch-religiöse Mutter aus Carrie, alle anderen Figuren bleiben relativ blass. Aber eine tiefere Charakterzeichnung ist bei einem Giallo auch nicht gefragt-jedenfalls nicht bei Argento.

So nimmt der Film seinen gewohnten Lauf und das gar nicht mal so schlecht. Auch der Spannungsbogen hält sich auf einem konstanten Level, wenngleich dieser nicht gerade besonders hoch anzusiedeln ist. Doch schafft es der Regisseur durch besondere Momente einen durchgängig bei der Stange zu halten. Argento kann es halt.

7 / 10 Punkte

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