Review

Dario Argentos erste amerikanische Produktion kann nicht ganz mit seinen bekannten und glorreichen Werke mithalten, aber schlecht ist der Film noch lange nicht.


Der Journalist David kann die junge Aura (Asia Argento) gerade noch davor bewahren, von einer Brücke zu springen. Er lädt Aura zum Essen ein, diese leidet aber an Bullemie und verschwindet wieder recht schnell. Aura wird von zwei Polizisten nach Hause gebracht, da sie aus dem Krankenhaus geflohen ist, wo ihre Bullemie behandelt werden soll. Auras Mutter ist ein Medium, welche in einer Seance behauptet, dass sich ein Mörder unter den Gästen befindet. Es dauert auch nicht lange, bis Auras Eltern geköpft werden. Da dies nicht der erste Mord dieser Art war, machst sich die Polizei intensiv auf die Suche. Aura kehrt zu David zurück und beide wollen den Mörder entlarven. Doch Aura wird auch von dem seltsamen Klinikchef Dr. Judd verfolgt...


Die negative Kritik einiger Leute über Aura/Trauma kann ich nicht ganz verstehen. Sicherlich ist Trauma nicht Argentos bester Film, aber schlecht ist er noch lange nicht.
Mir fehlt nur etwas diese italienische Flair, die sonst Argentos Filme so spannend machen. Trauma ist mir ein bisschen zu „amerikanisch“, wenn man das so sagen kann.
Asia Argento, die Tochter von Dario Argento, überzeugt als magersüchtige Hauptdarstellerin und auch Piper Laurie, die Auras Mutter verkörpert, ist sehr gut besetzt. Dafür darf man dann auch Asia einmal kurz oben ohne sehen, was will man mehr?

Die F/X stammen von keinem anderen als Tom Savini, der sogar für die Kopf-ab Morde ein eigenes Gerät entworfen hat. Die Morde werden nicht künstlich in die Länge gezogen, man sieht auch nicht immer alles, aber unblutig sind sie jedenfalls nicht. Warum geköpft wird, erfährt man natürlich erst am Ende, wie immer bei Argento. Dadurch bleibt die Story aber auch spannend, wie man es gewohnt ist.


Fazit: Nicht der Knaller, aber ein guter Film von Argento. Auch wenn Trauma nicht so einschlägt wie diverse andere Werke von Argento, wird kein Argento-Fan an diesem Film vorbeikommen. Ich kann ihn auf jeden Fall empfehlen.

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