Harte Horrorfilme und Remakes sind im Moment groß in kommen. Warum nicht beides kombinieren, dachte sich wohl Tim Sullivan und hat sich dem Klassiker "2001 Maniacs" angenommen.
Story: Der Spring Break steht vor der Tür. Das wollen sich Anderson und seine Freunde nicht entgehen lassen und mit der Aussicht auf Party und Sex machen sie sich auf den Weg. Dank einer Umleitung kommen sie und noch einige weitere in das kleine Örtchen Pleasent Valley. Dort wird gerade das alljährliche Bürgerkriegs Jubiläum gefeiert. Vom Bürgermeister herzlich eingeladen verbringen die Teenies den Abend im Ort. Nicht ahnend das es sich bei den Bürgern um Kannibalen handelt, die schon seit Jahrzehnten Kids für ihr Barbecue töten...
Das ist die Story zu Tim Sullivans Remake zu "2000 Maniacs" vom Splatterpionier H.G. Lewis. Hab das Original leider noch nicht gesehen und kann daher keine Vergleiche ziehen welcher besser ist, aber soviel kann ich sagen: "2001 Maniacs" ist einfach nur geil. Der Film macht wirklich von der ersten Minute an Spaß. Von der stimmigen Titelsequenz bis zum lustigen Schlussgag. Produziert wurde das ganze von Eli Roth, der auch einen wirklich genialen Cameo Auftritt hinlegt. Und zwar gibt es ein Wiedersehen mit Justin, der Figur die Roth auch in "Cabin Fever" gespielt hat und natürlich ist auch sein Schäferhund Dr. Mambo wieder mit am Start. Hab wirklich Tränen gelacht bei dem Auftritt.
Doch auch ansonsten hat der Film viele gute Gags und die Darsteller sind wirklich bestens aufgelegt. Sei es Horrorikone Robert "Freddy Krueger" Englund als durchgeknallter Bürgermeister oder den aus "Cabin Fever" bekannten Guiseppe Andrews als Gentleman Redneck. Hauptdarsteller Jay Gillespie blebt zwar etwas blass, das fällt aber nicht weiter ins Gewicht. Die weibliche Hauptrolle hat Marla Malcolm übernommen, welche ordentlich spielt und auch zum Anbeissen aussieht. Auch sonst tummeln sich viele hübsche Frauen in den Film, die auch zum größten Teil ihre Blusen lüften und den männlichen Zuschauern einiges bieten.
Neben den ansehnlichen Nudity Faktor darf auch gehörig gesplattert werden. Dabei ist Regisseur Sullivan alles andere als zimperlich und beitet den geneigten Zuschauer einige wirklich blutige und originelle Tötungsideen. Eine der Damen wird von Pferdengeteilt, einer der männlichen Darsteller darf Säure trinken und verätzt innerlich (very gory) oder einem wird eine Lanze vom Hintern aus in den Körper gezogen. Das sind nur einige Beispiele, denn "2001 Maniacs" hält noch einige weitere Schmankerl für den geneigten Splatterfan bereit.
Mit "2001 Maniacs" beschert Tim Sullivan dem Genrefan einen überaus gelungenen Beitrag für das Horrorgenre. Er erfindet das Genre zwar nicht neu, ist aber auch egal. Der Film will unterhalten und das schafft er auch zweifelsohne. Neben "Cabin Fever" und "Monster Man" der beste Fun-Splatter der letzten Jahre. 10/10 Punkte