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„Into the Blue“ hätte ein schöner, belangloser Taucherfilm werden können, wenn er wenigstens ansatzweise eine Geschichte erzählt hätte. Aber noch nicht ein Mal das hat Regisseur John Stockwell hingekriegt (obwohl der Film im Grunde genommen nur ein Remake von "Die Tiefe" ist ...). Stattdessen sehen wir einen vollkommen misslungenen Streifen– frei von jedweder Spannung - mit unlogischem Aufbau, schlechten Dialogen, bösen Schnittfehlern und im Großen und Ganzen vollkommen sinnlos aneinander gereihten Szenen.

Da trösten noch nicht ein Mal die schönen Unterwasserszenen, die dafür einfach zu lieblos aufgenommen sind und von ärgerlich dummen Dialogen eingeengt sind.

Wer den Film vor allem wegen Jessica Alba sehen möchte sei gewarnt: Sie sieht zwar wie immer zum Anbeißen aus, aber die Figur, die sie darstellt ist ein absurder No-Go.
In gewisser Weise erinnert „Into the Blue“ daher an das „Harvard Man“ Desaster mit Buffy-Star Sarah Michelle Gellar. Auch da scheint die berühmte Akteurin zu blöde gewesen zu sein, um ein Drehbuch zu lesen.
Wie schlecht der Film ist, demonstriert bereits die zweite Szene, in der auf einer schmutzigen Herdplatte ein deutlich dosenlastiges Chilli Con Carne köchelt und Jessica Alba sofort weiß, dass etwas ganz besonderes passiert sein muss, weil ihr Freund genau diese „Delikatesse“ kocht – und natürlich hat er gerade seinen Job verloren. Hurra.
Wirklich schlimm ist diese Szene – wenn man sie sich nur vorstellt - nicht, aber es geht ja auch gleich weiter, denn am selben Tag taucht so ein komischer Anwalt auf, von dem man überhaupt nicht weiß, ob es der Bruder oder nur ein Freund von ihrem Freund ist.
Ja und der Anwalt ist genauso pleite wie die anderen, aber trotzdem sind sie in der nächsten Szene alle zusammen mit einer nagelneuen Taucherausrüstung in den Bermudas unterwegs und entdecken dort alte Schätze und Tonnen von Koks.
Wie sich das Ganze dann entwickelt oder weshalb plötzlich alle in einer Diskothek tanzen und da ein Pool drinnen ist oder ob überhaupt die Hauptakteure irgendwann Gespräche führen die einen Zusammenhang mit der Geschichte haben – das bleibt alleine das Geheimnis des Regisseurs.
Wie gesagt, Sinn sucht man besser wo anders und dass der Film überhaupt eine Aussage macht, kann man gut und gerne bezweifeln.
Am wahrscheinlichsten ist, dass das Team Kohle von einem Produzenten bekommen hat und aus irgendwelchen freundschaftlichen Verpflichtungen Jessica Alba verpflichten konnte. Damit muss dann auch der Ehrgeiz der Crew vollständig erloschen sein und einen Film – also etwas mit Anfang Ende und Spannung dazwischen – konnten die sowieso nicht machten oder hatten sie sowieso nie vor.

Stattdessen haben sie es sich wohl auf den Bahamas gut gehen lassen. Haben dabei einen auf wichtiges Filmteam gemacht und das ganze Geld für ihr süßes Leben verbraten. Sicherlich hat das viel Spaß gemacht – aber noch nicht ein Mal dass sieht man dem Film an. Enttäuschend!

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