Erneut ein filmischer Flop, mit dem nicht gerade vom Glück verfolgten Paul Walker, der schönen Hure aus „Sin City“ Jessica Alba und 2 Filmstarkindern erster Güte.
Nach „The Fast and the Furious“, „2 fast 2 furious“ und anderen Banalitätsfilmchen, beweist Paul Walker auch bei „Into the blue“ sein schlechtes Händchen für „gute“ Rollen.
(Meine Hoffnungen in den demnächst erscheinenden „Running Scared“ schwinden immer weiter)
Für Jessica Alba hoffe ich, dass sie nicht denselben Fehler wie viele Jungstars macht und jede Xbeliebige Rolle annimmt, sondern langsam einmal zu differenzieren beginnt.
Sonst können wir sie vielleicht bald in „Basic Instinct 3“ bestaunen.
Und bei Scott Caan („Ocean’s Twelve“, „American Outlaws“) und Ashley Scott („Walking Tall“, „Swat“) ist sowieso Hopfen und Malz verloren.
Sowohl das Drehbuch (Matt Johnson, der auch für die Ausgeburt der Hölle „Hart am Limit“ verantwortlich ist) als auch die Regie (John Stockwell) und vor allem die zuvor genannten Darsteller von „Into the Blue“ sind zu mies um dem Film mehr als nur C Movie Qualität zu bescheinigen.
Mehr als ein paar schöne Aufnahmen vom blauen Meer, die man aber ähnlich auch schon bei „Blue Crush“ (der übrigens auch unter der Regie von John Stockwell entstanden ist) und Konsorten zu genüge betrachten konnte und Jessica Albas Hintern hat der Streifen nicht zu bieten.
Apropos Albas Hintern:
Auf den haben sich die Produzenten dieses „Masterpieces“ scheinbar ganz besonders verlassen, denn Jessicas Schokoladenseite sieht man, ebenso wie ihren restlichen Körper und die Körper ihrer, nicht minder schönen Co-Stars wirklich ziemlich oft als Nahaufnahme oder in Zeitlupe, knapp bekleidet an der Kamera vorbeitauchen.
Ich hatte den Eindruck, als hätte man während der Drehzeit sowieso alle Menschen aus Hawaii verbannt, die keine (Unterwäsche-)werbung für Calvin Klein oder Victorias Secret machen könnten.
Aber kommen wir mal zur ausgeklügelten Story:
Ein sich liebendes aber armes Pärchen (Jared und Sam aka Jessica Alba und Paul Walker) taucht im Meer nach verborgenen Schätzen und erhält eines schönen sonnigen Nachmittags Besuch, von einem guten alten (aber ein bisschen bösen und auch blanken) Bekannten und seiner gerade eben aufgerissenen Luxusschlampe alla Paris Hilton (Bryce und Amanda aka Scott Caan und Ashley Scott).
Zusammen taucht man weiter nach Schätzen, findet aber, wie das Leben so spielt ein abgestürztes Flugzeug mit „genug Koks um ein Haus zu bauen“ (Originalzitat).
Es folgen die übliche Moralische Zwickmühle, die üblichen „Plottwists“ (wenn man die so nennen kann Alba wird entführt, Walker wird zuerst vom Geld geblendet, verwendet es zur Bergung einiger Schätze, eines alten Schiffes und besinnt sich schließlich aber doch auf die Liebe und tritt den Bösen in den Allerwertesten) und das übliche Ende.
• Der Schatz wird natürlich doch noch geborgen.
• Ende gut alles gut
• und von irgendwelchen Konsequenzen keine Spur.
*gähn*
Und trotz allem hätte ich dem Film noch etwas abgewinnen können, wenn er nicht so dermaßen langweilig gewesen wäre.
„Into the Blue“ hätte auf Grund seiner müden Story natürlich nie ein Meisterwerk werden können, mit etwas mehr Spannung trotzdem aber ein ansehnlicher Actionkracher.
Leider passiert den ganzen Film über wirklich nichts, aber auch überhaupt nichts.
Man sieht endlose Tauchgänge bei denen die Darsteller oft 6 bis 10 Minuten die Luft anhalten, hört langweilige Dialoge und bekommt Klischees so uninspiriert um die Ohren gesaut, dass man laut aufschreien möchte.
Ich hoffe die im Filmgeschäft mehr als nur Bekannten Eltern zweier Hauptakteure (James Caan und Ridley Scott) und auch die Eltern von Walker und Alba haben ihren Schützlingen für diesen Film die Hosen Stramm gezogen.
Wieder einmal ein paar Fragen an den Regisseur:
1) Wie kann ich mir Paul Walkers Lungenvolumen antrainieren? Er schafft es mehr als 10 min ohne Sauerstoff zu tauchen, dabei auch noch zu kämpfen und das alles ohne vor dem Tauchgang kräftig Luft zu holen.
2) Warum kann Mr. Caan als sein Arm zwischen (weichem) Sand und einem Rohr eingeklemmt wurde, diesen nicht herauswinden? Man sieht doch deutlich wie locker der Sand ist, somit dürfte es kein Problem darstellen sich zu befreien.
3) Warum kann heutzutage niemand mehr, auch nur einen winzigen Bruchteil des Budgets in ein vernünftiges Drehbuch stecken?? Oder zumindest in gute Actionszenen. Ich würde mich ja sogar damit zufrieden geben.
4) Wer glaubt heutzutage eigentlich noch, dass ein paar schöne Körper und eine hanebüchene Story, mit Plotlöchern so groß wie der Grand Canyon, einen Kinofilm rechtfertigen.
Was mich weiters noch gestört hat war der sang und klanglose Abgang von Amanda (Ashley Scott).
Sie stirbt, ohne dass darauf irgendwie länger eingegangen wird oder dass auch nur irgendeiner der anderen Drei wenigstens Trauer heuchelt.
Fazit:
Zelluloidverschwendung höchster Güte.
Eine Fleischbeschau sondergleichen.
Und ein moderner, hochpolierter, an die MTV und Tokio Hotel Generation gerichteter Schwachsinn.
Dann doch lieber „Baywatch der Film“.