Die mondäne Lil Hutton tritt als wohlhabende Beverly Hills-Witwe auf, um hinter dieser seriösen Fassade Top-Callgirls an exklusive Kunden zu vermitteln. Ihre bestens geführte Kartei umfasst Prinzen, Filmstars, Botschafter und Senatoren. Diskretion und Zuverlässigkeit garantieren Lils außerordentlichen Geschäftserfolg, bis einige ihrer Edelprostituierten den gut bezahlten, aber verhassten Job quittieren. Auf der Suche nach geeignetem Ersatz rekrutiert Lil die 18-jährige Julie, eine aufgeweckte junge Frau aus der Provinz, die sich als gelehrige Schülerin erweist. Als Julie sich jedoch gleich in ihren ersten Kunden verliebt und ihren Job in Frage stellt, droht Lils Agentur zu zerbrechen.
Hart an der Grenze zur Daily Soap bewegt sich der Fernsehfilm the Callgirl Club. Zumindest aber die Idee ist neu, denn das Lben und die Sorgen von, salopp gesagt, Puffmuttern ist filmisch doch bisher eher wenig beleuchtet. Eine solche Edelschnepfen Parade führt hier Faye Dunaway alias Lil Hutton an. So bordelliert man fröhlich vor sich hin, bis ein 19jähriges Landei aus Nebraska den Stutenstall aufstockt und sich natürlich prompt in den erstbesten Kunden verguckt.
Das alles ist dann auch leider genau so langweilig, wie es sich anhört und wird lediglich durch die schiere Routine von Miss Duanaway getragen. Zwar sind auch die anderen Rollen recht prominent besetzt, aber den Stempel aufdrücken tut dabei lediglich eine, während die anderen Plots und Plöttchens doch eher blaß bleiben.
Auch die sehr steife Erzählweise trägt nicht gerade zu fortschrittlicher Unterhaltung bei. Callgirl Azubi Julie (wobei das böse Wort mit C im Film nie erwähnt wird) darf sich ein wenig durchs Dilemma menschlicher Gefühle und jobbedingter moralischer Probleme turnen, aber wirklich mitreißend wird's doch eher selten, auch wenn die junge Terry Ferrell lecker anzusehen ist. Empfehlen kann man den Club Borussia Prostituierta aber wirklich nur Dallas oder ähnlichen Sendungen gestählte Zuschauer. Actionfreunde können den Film sicher getrost weglassen.
4/10