Review

"Das Zombie GORE-Fest", ja, halleluja, "Bone Sickness" gibt sich hart und will mit den alten Zutaten für gute Laune sorgen: Zombies, Blut und noch mehr Gekröse!

"Das ist die einzige Chance Alex zu retten!"

Meint dessen Freund, der nebenher im Leichenschauhaus arbeitet und aus den ollen Knochen ein Präparat für Alex herstellt, denn der hat eine Knochenkrankheit, hat also alles schon seinen Sinn: "Sind deine Knochen krank, brauchste halt Andere!"
...blöde Idee! Denn Alex geht es nicht nur immer schlechter (Maden hinten, Würmer oben raus und das alle zehn Minuten), sondern auch  eine mysteriöse Mordserie hält die Polizei auf Trab. Als dann auch noch die Leichen plötzlich aus ihren Gräbern aufstehen und jagd auf die Lebenden machen ist das Chaos perfekt.

Das ich damit jetzt circa 90 % der Geschichte verraten habe macht kaum etwas, denn bis auf eine zusammenfassende Handlungsszene kurz vor der "großen Epidemie" interessieren sich die Macher auch nicht so sonderlich für sie. Eher stehen da die minutenlangen Splatterexzesse im Vordergrund, die auch ziemlich derb absauen.

Wenn man dann aber zum gefühlten 20 mal einer fast gleichen Eingeweidefresserei beigewohnt hat, schleicht sich selbst bei aller Fan-Liebe das großen Gähnen an. Wenn das selbst "auflösende Rückblicke" noch zum endlosen Gematsche werden, schaut man doch etwas auf den Timecode des Players.

Oftmals hatte ich das Gefühl einen 104 minüten Rohschnitt zu sehen, bei dem der finale Film nachher knappe 80 Minuten läuft und rasante Sauereien ohne Tempo-Einbuße zeigen kann. Würde man den Gore um die paar daneben gegangenen oder gar etwas lächerlich aussehnden Effekte bereinigen und die vielen Wiederholungen trimmen (,ok, das Gleiche gilt auch für manch eine kleine Handlungssequenz), hätte man wohl einen verdammt unterhaltsamen Amateur-Streifen.

Denn bis auf die gelungenen Zombie-Masken und die manchmal atmosphärischen Bilder, finden sich typische Amateurkennzeichen zu Hauf. Das man so am Ende mit Zombies, Polizei und Helden in einem Haus keine Ahnung hat wo man sich befindet. Das Keller und Speicher des Hauses wohl riesengroß sein müssen, bei der Menge von Zombies und Menschen die da rumrennen, ist da noch das Harmloseste.

Am Ende bleibt aber dann doch ein noch interessanter Amateur-Film, der trotz allem unterhält, aber halt etwa 25 Minuten zu lang geworden ist. Da es sich hier dabei aber die meiste Zeit um Gore und Gedärm handelt, wird sicher so manch Einer da ein Auge zu drücken können.

Details
Ähnliche Filme