Ein knochenkranker (?) Mann stolpert zu anfangs in die heimische Küche und erschreckt Freundin und Zuschauer.
Eine etwas zähe und nicht sehr eindeutige Handlung mit einigen Szenewechseln folgt. Man fragt sich durchaus, worum es denn gehen mag. Langsam kristallisiert sich heraus, dass die Freundin und der beste Freund, seines Zeichens ein "Erdarbeiten-Ausrichter" auf dem Friedhof und Handlanger in der Pathologie (?), den kränkelnden Stolperer ohne sein Wissen mit Leichenteilen - Knochen und Fleisch - verköstigen, weil sie sich dadurch seine Heilung versprechen. Alles etwas langatmig und undurchsichtig.
Parallel ermitteln Polizisten vor sich hin, was darüberhinaus nicht dazu geeignet ist, den Durchblick zu wahren.
Eigenartige Schnitte zwischen den unterschiedlichsten Szenarien verwirren sehr, da nicht eindeutig klar ist, was denn das eine mit dem anderen, was der eine mit der anderen zu tun hat - und wie alles denn so zusammenhängen mag. Ab irgendeinem Punkt steigen dann die Toten aus den Gräbern und auch der kranke Stolperer erwacht zu unwirklichem, würmerspuckenden Leben und entwickelt eine Gier nach lebendem Menschenfleisch.
Es folgen Massaker auf Massaker und der Stolperer rächt sich an seinem besten Freund - und noch mehr Massaker folgen.
Ein Rudel "goblins"(?) - ich meine ja, es wären Ghouls - meint schließlich, die Lebenden hätten ihnen die Nahrung (also, den ein oder anderen Toten zu Heilungszwecken) entwendet, und nun würden sie die Toten auf die Lebenden loslassen - es folgt... genau: Massaker um Massaker.
Meine Gedanken zu dem Film sind zwiegespalten.
Ohne zu wissen, was ich genau vor mir hatte, schwankte ich zunächst zwischen "ein semi-professioneller Amateur-Streifen" und "einer amateurhaften Semi-Profi-Arbeit".
Die Story wird irgendwie aufgebaut - etwas lang und atmig zwar, aber immerhin. Doch dann überschlagen sich die Schnitte (die nicht nichtmal schnell sind, aber dafür umso undurchsichtiger) - und auch die Fragen nach der eigentlichen Handlung und den Zusammenhängen.
Die Effekte, die angebracht werden, schwanken zwischen 10 und 0 in ihrer Fertigkeit und auch Realitätsnähe. Und das verwundert. Wie bereits mehrfach erwähnt, die Szenen wechseln unübersichtlich - so kann man leider auch nicht immer auf Anhieb nachvollziehen, welcher "Effekt grad wem zuteil wird" (sprich, wer da gerade ausgeweidet wird).
Gegen Ende (letzte 30 Min) scheint alles recht wahllos aneinandergereiht.
Mir kam es vor (vor allem in Anbetracht der langen Produktionszeit), dass zu Anfang wenig Geld da war = wenig/schlechte effects, dann aber wohl mal jemand die Kurve kriegte und was Solides zuwege brachte - und gegen Ende musste wohl wer geerbt und ein "How-to-do-Buch" gelesen haben, denn die letzte halbe Stunde besteht nur noch aus aneinandergereihten, völlig storyfernen Splatter-Effects, die nur um ihrer selbst Willen (oder, weil noch jemand dies und das gerne noch ausprobiert hätte) gedreht worden sind.
Dennoch gebe ich 6 Punkte, weil ich in Anbetracht der Tatsache, dass es sich um einen Amateur-Film handelt, wo sehr wenige Leute sehr viel auf die Beine gestellt haben, ohne dass man es dem Film offensichtlich anmerkt, schon recht beeindruckt bin.