Augen zu und durch, - anders kann man der Parodie auf „Gladiator“ wohl kaum auf halber Strecke entgegen kommen. Denn was Monthy Python bereits mit „Life of Brian“ in Bezug auf altrömische Kaiser und deren Gepflogenheiten andeuteten, versucht man hier mit billigen Sexdialogen und Furz-Witzchen anzureichen.
Das mag einem nach dem vierten Horn Met schon mal ein Schmunzeln entlocken, reiht sich aber im Grunde im niederen Sumpf der späteren „Scary Movie“ Nachzügler ein.
Angesiedelt um etwa 50 v. Chr. ist der römische Feldherr Caesar damit beschäftigt Britannien zu erobern und lässt im Zuge dessen die Prinzessin Fickfack entführen. Ihre ungleichen Schwestern Ferkelviehvomschwein und Schmiergut rücken sogleich zur Befreiung an und finden sich alsbald in der Gladiatorenarena wieder.
An sich ist es müßig, über genauere Aspekte der Story einzugehen, die ohnehin nur als vages Bindeglied dient, um einen doofen Kalauer nach dem anderen zu bringen.
Die Charakterisierung der drei Schwestern gleicht dem knappen Steckbrief eines Laufsteg-Models: Eine ist die naive Unscheinbare, die kein Fettnäpfchen auslässt, die Entführte lässt es sich zunächst in römischen Kaisergefilden gut gehen und nichts ahnend, dass man sie nur ausspionieren will und die dritte im Bunde ist eine knallharte Kämpferin, die - stets mit Löwengebrüll untermalt - keine Rohheit auslässt.
Deren Auftreten und Zusammenspiel schwankt zwischen vulgärem Stumpfsinn und erkennbaren subtilen Ansätzen von Humor, letzteres allerdings erst nach dem fünften Horn Met.
Bereits die Gestaltung der Credits und die ersten Harmonien des Scores bilden eine deutliche Referenz an „Gladiator“, später sinkt das Niveau jedoch soweit ab, dass einer der Krieger in Rüstung tatsächlich Russelus Crowus genannt wird.
Die musikalische Untermalung fällt zwar weiterhin angenehm fett aus, überrascht sogar mit einem kleinen Gag, als zwei Damen eine olle Kaschemme betreten, in der die urigen Krieger zu den Klängen moderner Techno-Musik tanzen, doch die Treffsicherheit solcher Einlagen ist im Gesamtbild verdammt gering.
Viel Zeit wird mit dösigen Zweideutigkeiten auf sexueller Ebene verbracht, in einer Szene wird erstmal kollektiv reihum gepupst und wer an einer Blubber zieht, spricht danach minutenlang mit Schlumpf-Stimme, weil dieser Helium- Effekt ja so unglaublich witzig ist.
Aber nach dem sechsten Horn Met kommt der germanische Kämpfer Schlaffewaffe ganz gut und vor allem dessen taktische Operation, sich wegen wichtiger Kämpfe das Herz auf die andere Seite transplantieren zu lassen.
Solche Lichtblicke finden sich jedoch eher selten.
Wirklich lachen kann man da auch nach dem siebten Horn Met nicht, die Göttin des Sieges als Fantasy-Element taugt nicht die Bohne, diverse Sprachfehler einiger Figuren werden mit Achselzucken quittiert und auch die sprachlichen Barrieren zwischen einem Gallier und der naiven Schwester lösen kaum ein Lächeln beim Betrachter aus.
Der fahrig konstruierte Plot verbreitet, nicht ohne halbwegs ordentliche Ausstattung und brauchbare Darstellerleistungen, zwar eine gern hingenommen flockige Laune und langweilt nicht, doch eine wirklich gelungene Parodie sähe anders aus.
Vielleicht bedarf es derer acht Hörner Met, um das Treiben dieser Verarsche dauerhaft spaßig zu finden, - ein paar Gags unterhalb der Gürtellinie und ein Plot außerhalb eines roten Fadens mögen das im Normalzustand wohl kaum bewirken.
Läuft zwar flüssig ab, amüsiert jedoch nur leidlich,
4 von 10