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Soso, die Aliens kommen.
Wäre lustig, wenn das ein Porno wäre, ist aber leider die AB-Botschaft, denn sie sind unterwegs, um die Erde zu erobern. Also, nehmen wir zumindest an, wieso auch immer.
Zum Glück gibt es da ja diese Behörde an wissenschaftlichen Nerds, die mit ihrer superteuren Ausrüstung nur darauf gewartet hat, dass das Höhenradar aus dem Sonnensystem das lang erwartete „Blip“ vernehmen lässt. Das löst sofort akute Partystimmung bei allen Anwesenden aus, die so erotisierend sein muss, dass einer von ihnen (der dummerweise von Ed Harris in einer frühen Nebenrolle gegeben wird) gleich mal den Kontakt- und Landepunkt aus den Augen verliert.

Weswegen der besagte Aliens sich dann noch in der gleichen Nacht per „plot device“ in den Körper eines lokalen Ingenieurs (=Bauarbeiters) versetzen darf. Ist ja schon schlimm genug, überhaupt, in die Haut einer fremden Spezies einzufahren, aber dann auch noch in einen Typ mit dem Werkzeuggürtel und Helm – kein Wunder, dass man da ein wenig unemotional geschockt reagiert. Weswegen sich die holde Ehefrau alsbald auch Sorgen macht, aber sich dennoch von den knappsten Beschwichtigungen („Everything is alright!“) wieder beruhigen lässt.
In der Folge macht sich eine der Nullnummern aus dem Alien-Büro, Dr.Scott Dryden, dargeboten von einem kaum ernst zu nehmenden Putzi namens Tom Mason, auf ungeschickte Art und Weise ans Recherchieren und findet dann irgendwann auch was.

Pardon, wenn ich jetzt nicht weiter ins Detail gehe, aber nach etwa einer halben Stunde sind mir bei diesem TV-Film, der wohl auch als Pilotfilm herhalten sollte, die Füße eingeschlafen und ich hab nebenbei gelesen oder so. Dryden ist jedenfalls mehr an seinen Kolleginnen interessiert als an knackigen Recherchen, kommt aber irgendwann ans Ziel. Das liegt am Hoover-Damm, wo der besagte Bauarbeiter werkelt und das Alien schafft es, dank all der Torfnasen, die hier den Film bevölkern, tatsächlich soweit. Was es am Damm will, wird nicht so explizit ausgestellt, ich vermute mal, es will den Damm zerstören oder so, ein effektive Gefahr für Land und Leute besteht aber nicht, denn vorher greift Scott zu physischer Gewalt.

Keine Ahnung, wer sich den biederen Käse ausgedacht hat, aber eigentlich ist das eine Art Neuauflage von „The Invaders“, nur ohne konkreten Plan und im vollen Bewusstsein der amerikanischen Behörden. Zum Finale drohen die kreisenden Untertassen auf jeden Fall die Entsendung des nächsten Invasoren an und unsere Heros wären bereit gewesen, hätte man aus dem Torf tatsächlich eine Serie geschneidert. Hat man aber nicht, so doof sind offenbar nicht amerikanische TV-Produzenten.

Also ein herzerfrischend egaler TV-Film, deren Invsasoren wie eine billig-bunte Disco-Version der Galactica-Zylonen aussehen, dann aber als grüner Glanz durch die Schlafzimmer wandeln.
Zurecht vergessen, aber irgendwer hat den Schmonz mal auf VHS veröffentlicht, insofern kann man sich nie sicher genug sein, das jemand das Teil auf einer Börse aufstöbert. Bitte stehen lassen. (2/10)

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