Review
von Randa
Ein unaufgeregter und ergreifender Film. Fernab von überzogener Heldenverehrung werden die Ereignisse glaubwürdig und sachlich dargestellt.
So ist die Hauptfigur Sophie Scholl kein heroisches Superweib, sondern ein liebes, junges Mädchen, das einerseits durchaus mutig seine freiheitlichen studentischen Ideale vertritt. Andererseits wird allerdings auch deutlich, daß sie und die anderen Mitglieder der Weißen Rose in ihrer Naivität sich nicht der Tragweite ihres Handels bewußt waren.
Umso entsetzlicher wirkt dann das, was aus der Verhaftung unvermeidlich resultiert. Obwohl ihr sogar zwischenzeitlich die Möglichkeit zur Freilassung geboten wird, was bei aller Kenntnis über das Nazi-Regime erstaunlich ist, mündet alles schließlich doch in der Katastrophe. Das Ende vor Augen bieten sie und ihr Bruder Hans vor dem Volksgerichtshof dem ekelhaften Roland Freisler beeindruckend die Stirn. Am Schluß des Films ist dann gar nichts mehr zu sehen, nur noch zu hören. Aber gerade das schneidet umso tiefer ins Herz.