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Wenn man sich "Bloody Murder" ansieht, könnte man vermuten, dass es sich hier um einen recht alten Film handelt, der bereits zu Zeiten von "Freitag der 13." entstanden ist. Allerdings wurde der Film erst 1999 gedreht. Nun könnte man meinen, dass man aus Fehlern der Vergangenheit gelernt hätte - aber weit gefehlt. Viel mehr hat man bei diesem Film den Verdacht, dass er als Vorführfilm dient, wie man es nicht machen sollte.

Zumindest wenn man einen Slasherfilm erwartet, wird man als Zuschauer extrem entäuscht sein. Zwar weist die Handlung auffällige Parallelen zu "Freitag der 13." auf (zum Beispiel der alte warnende Mann, der damals schon sinnlos war und hier noch sinnloser ist!), kann aber keine Atmosphäre oder gar Schockmomente bieten. Die Morde passieren in der ersten Hälfte immer hinter der Kamera und erst im zweiten Abschnitt gibt es dann ein paar kleinere blutige Einstellungen zu sehen. Allerdings gibt es da rein gar nichts, was man als Horrorfreund nicht schon einmal gesehen hätte. Nicht ohne Grund ist der Film auch schon ab 16 Jahren freigegeben. Auch die Schauspieler können den Zuschauer hier nicht hinterm Ofen vorlocken.

Ein paar kleine positive Ideen gibts dennoch zu entdecken. Wenn über mögliche Theorien eines Mörders nachgedacht wird, ist dieses auch immer optisch mit der jeweiligen Figur zu sehen - eine nette Idee. Daher entwickelt sich der Streifen eher zu einem Kriminalfilm, wer denn nun wirklich der Mörder ist. Gegen Ende kann man dem Streifen durch dieses Verwirrspiel eine gewisse Spannung auch nicht abstreiten.

Für Einsteiger in Horrorfilme ist der Streifen durchaus noch zu empfehlen. Splatterfans sollten einen großen Bogen um diesen Film machen, diese werden mit Sicherheit enttäuscht sein. Wer hingegen gerne auf Mördersuche geht, kann auch mal in den Film hineinschnuppern, sollte aber keine tiefgängige Story erwarten - um es mal milde auszudrücken! Zumindest die zweite Hälfte des Streifens kann bedingt unterhalten.

3 Punkte

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