Review

Hat da irgendwer was von Zombiefilm gesagt? Ach nee, tatsächlich faselt es dergleichen aus dem Astro-Klappentext und obwohl tatsächlich einige Untote hier durchs Hinterland stolpern, ist die Chose doch eher bei Hammer angesiedelt als bei Romero.

Aber egal: Paul Nashy gibt sich jedenfalls die Ehre als 1454 geköpfter Kreuzritter (oder so...) im Franzosenländle, dessen Haupt sich wieder zu seinem Körper gesellen will, um Unheil zu stiften. Angetrieben werden die Nachfahren von Richter und Opfer zu dieser Tat per Seance und künstlerischer psychischer Anfälligkeit und so machen sich bald zwei Pärchen ins südeuropäische Hinterland, das auch noch Frankreich sein soll.

Der Film ergeht sich in der spukigen Landschaft, in der die Leute noch fernab vom größeren Ende der Zivilisation ihre Fehden austragen und Männer, die Autos überfallen gleich am nächsten Baum aufgehängt werden. Trotz all dieser Mühen macht man sich trotzdem auf die Suche nach Kopf und Körper, wird fündig, wundert sich über nix, bis die ersten lebenden Leichen schon ans Türchen klopfen.

Alsbald spielen wir Bäumchen-wechsel-dich, wenn es um dämonische Besessenheit und zeitweises Ausklinken geht, während der tote Hexenmeister (oder so...) bald wieder aktiv ist und seine knusprige Mithexe (oder so...) auch wieder mitmischt. Als Gegengewicht zaubern wir noch ein magisches Amulett in den Film, daß aber immer nur einer tragen kann, weswegen hier auch noch so gut wie alle des Todes sind.

Die zweite Hälfte ist ein reines Trashgerangel in bester Hammermanier rund um irgendwelche Opferungen. Zwischendurch gibt's auch mal Blut, aber deutlich interessanter waren wohl ein paar Nackedeiaufnahmen, sowie der Dauereinsatz einer unpraktischen, aber scharfen Handsichel.

Die Handlung wollen wir also mal getrost vergessen, dafür jedoch sind die Darstellerleistung auch schon mal schlechter gewesen und die Gegend läßt so richtig die Schwermut los, da zahlt sich die Suche auch qualitativ mal aus. Trotzdem nervt das Amulettgeschwenke gegen Ende zunehmend und Langeweile macht sich eh schon breit, sobald man den Braten gerochen hat. Und die wenigen Bluteffekte versöhnen dann doch und erheben diesen Quark immerhin aus den tiefsten Abgründen in die weitläufige Mitte eines eher schlechten Films.
Was bedeutet, daß man ihn sich auch sparen kann. (3/10)

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