Was soll man zu diesem Film sagen, außer: Nette Idee, aber fast völlig verschenkt! Nachdem schon vor ca. 5 Monaten der ziemlich schaurige US-Trailer durch das Netz geisterte (hui), waren meine Erwartungen dementsprechend hoch, einen Gruselschocker der Marke "The Ring" serviert zu bekommen. Dem war leider nicht so!
Vor meiner Kritik muss ich noch erwähnen, dass ich mich sehr für das „Electronic Voice Phenomenon“ und ähnlichen Mumpitz interessiere. Aber diese Tatsache macht den Film für mich kein Stück besser.
Alleine die Einleitung ins Geschehen ist so belanglos, das man Mühe hat geöffneten Auges den Film weiter zu verfolgen. Bis auf zwei bis drei kleine, zum Teil vorhersehbare Schockeffekte wird einem nur eine von Logiklöchern voll gestopfte Story und ein sichtlich gelangweilter Michael Keaton, nebst meist unbekannten, blassen Darstellern präsentiert. Eine andere Besetzung hätte hier vielleicht noch etwas retten können. Die „Auflösung“, wenn man denn davon sprechen kann, ist der blanke Hohn. Immerhin wird einem hier nicht nur ein schwarzer Mann, sondern gleich drei geboten. Aber Spaß bei Seite, mein Fazit ist: Wer „The Forgotten“ mochte, könnte auch an dieser 0815-Misterygurke Gefallen finden. Allen Anderen würde ich empfehlen auf die DVD-Veröffentlichung zu warten, vielleicht ist im Bonusmaterial auch eine Erklärung des faden Plots zu finden.
Ingesamt 3 von 10 gnädigen Punkten.