Micheal Keaton geht mysteriösen Stimmen auf die Spur.
Story:
Architekt Jonathan Rivers (Micheal Keaton) lebt zusammen mit seiner neuen Frau Anna. Als diese eines Abends nicht nach Hause kommt, macht er sich Sorgen. Nach 3 Wochen scheint gewiss, dass sie tot ist. Doch den Kontakt zu ihm scheint sie nicht abzubrechen, denn mittels dem EVP-Verfahren versucht sie, sich bei ihm zu melden. Zunächst skeptisch, wird er nach und nach mehr von der Faszination angezogen, Stimmen von Toten aufzunehmen. Gleichzeitig erhält er aber auch Warnungen von bösen Geistern, damit aufzuhören, da ihm sonst etwas Schlimmes zustoßen wird. Doch da ist es schon zu spät, denn Rivers glaubt, seine angeblich tote Frau gefunden zu haben...
An sich ein wirklich interessantes Thema wurde - einmal mehr - sehr schlecht und vor allem sehr langweilig umgesetzt. Ob es auch in Wirklichkeit möglich ist, Stimmen von Toten aufzunehmen, sei mal dahingestellt (ich persönlich wage es ganz einfach mal zu bezweifeln). Ist ja aber auch nicht weiter wichtig, für einen Gruselfilm bietet sich soetwas ja geradezu an. Nur leider wurde - und in dem Punkt erinnert der Film sehr unangenehm an die Obernull "Ring" - fast komplett am Thema vorbeiinszeniert.
Zunächst erhalten wir etwas Einblick in River's Famlienleben, um ihm dann beim Trauern zu beobachten. Bis es dann richtig losgeht, vergeht schon beinahe eine halbe Stunde. Und da kann man noch längst nicht von Schockeffekten - die es de facto praktisch nicht gibt - sprechen. Ähnlich wie bei "Der Verbotene Schlüssel" oder eben "Ring" wird kaum Gruselatmosphäre erzeugt. Wie auch, eine echte Gefahr wie bei "Ju-On" ist ja nicht vorhanden. Wer sich von einigen verzerrten Bildern und Schreien erschrecken lässt, sollte dann wohl lieber doch keine echten Horrorfilme schauen.
Hinzu kommen noch einige Logikfehler, wie die Sache mit River's Frau, die am Ende anscheinend doch noch nicht so tot ist, wie angenommen. Wie sie allerdings diese mehrmonatige Tortur überstanden haben will, wissen wohl auch nur die Drehbuchautoren. Auch macht mir Micheal Keaton den Eindruck, als hätte er nicht so richtig Lust auf diese Rolle gehabt (wen wundert's...). Motivation sieht jedenfalls anders aus, zudem er den Tod seiner Frau zumindest in der ersten Zeit mehr als locker wegsteckt. Überhaupt gibt's hier wieder mal Charaktere, die nur kurz auftauchen und dann nicht wieder erwähnt werden, so u.a. die blinde Wahrsagerin oder die Enkelin einer Großmutter.
Fazit: Ein mehr als lahmer Suspense-Thriller, der nicht mal ansatzweise mitzureißen weiss. Definitiv keine Alternative zu Genrekönig "Ju-On". Einen Bonuspunkt gibt's für den professionellen Look der Sets und einige zumindest ansehbare Effekte.
2 von 10 Punkten