Das EVP ist eine Methode,um Stimmen aus dem Zwischenreich auf Tonband einzufangen.
Das versucht auch Michael Keaton in „White Noise“,um Kontakt zu seiner toten Frau aufzunehmen.Diese Ausgangssituation könnte für schaurigen Grusel sorgen,wenn die Story nicht so verdammt uneben wäre und am Ende mehr Fragen aufwirft,als beantwortet werden…
Jonathan Rivers ist mit seiner Anna recht glücklich,zudem ist sie frisch schwanger.
Doch dann verschwindet sie spurlos und 5 Wochen später wird ihre Leiche gefunden.
Jonathan will sich mit dieser Tatsache nicht zufrieden geben und wendet sich an Raymond,der per Ton-und Videobänder Botschaften von kürzlich Verstorbenen aufzeichnet.Und tatsächlich meldet sich Anna bei Jonathan…
Doch der Grusel hält sich leider in Grenzen,die wenigen Schockeffekte reißen da nichts mehr raus.Zunächst lässt man sich ja gerne auf die EVP-Methode ein,doch dann fiel den Machern wohl nichts Besseres ein,als noch ein paar Geisterstimmen mehr hinzuzufügen und als wenn das noch nicht genug wäre,mündet der Streifen in einem Finale mit einem Serienkiller.
Vom eigentlichen Thema driftet man im Verlauf immer weiter ab,ohne dabei auf eine vernünftige Spannungskurve zu achten.
Das bemerkte wohl auch Michael Keaton,der schlicht lustlos agiert und aufgrund des schwachen Drehbuchs wenig überzeugt.
Der solide Score,ein paar gelungene Soundeffekte und die durchgehend düstere Optik retten den Streifen noch ein wenig,aber die Grundidee hat man bei „Frequency“weitaus überzeugender umgesetzt.
Seit „Poltergeist“mag man ja Fernseher,aus denen sich Geisterstimmen melden und verzerrte Stimmen aus dem Jenseits bieten an sich immer Grund zum Gruseln.Doch „White Noise“verspielt die guten Ansätze und will am Ende einfach zu viel.
4 von 10 Punkten