Review

Wieder einer dieser "Light"-Horrormovies, die eigentlich kein Mensch braucht. Ich weiß auch ehrlich gesagt überhaupt nicht, für wen diese Art Filme gemacht wird. Teenies schauen sich doch lieber "Horror" a la "Scream" oder "Final Destination" an, Filme die ganz nebenbei auch mehr zu bieten haben als eine filmische Bankrotterklärung wie "White Noise".

Michael Keaton schätze ich als Schauspieler sehr, aber warum er sich für einen Film wie "White Noise" zur Verfügung gestellt hat, das weiß er wohl selbst nicht so genau. Vielleicht war es die Motivation, auch mal in einem Mystery-Movie mitzuspielen, wo diese Filme doch in letzter Zeit eine immer größer werdende Fangemeinde ihr Eigen nennen können. Dann hätte er sich aber die Mühe machen und das Drehbuch genauer studieren sollen, doch dann hätte er todsicher einen Rückzieher aus diesem Projekt gemacht.

Wie auch immer - die Story jedenfalls ist hanebüchen, die Effekte besonders am Schluß des Films eher dürftig, die Figuren bleiben blass, es hinkt an allen Ecken und Enden, dass es einem am Ende mit Auflösung des vermeindlichen Plots schon ganz schwindelig wird bei so viel Schwachsinn in gut 90 Minuten. Sicherlich hätte das Thema EVP mehr hergegeben als es uns von den Herren Filmemachern hier präsentiert und serviert wird. Schade drum. Von all den 16er "Horror"-Filmchen der letzten Zeit war dieser mit Abstand der schlechteste, noch schlechter als "Boogeyman" oder "Der verbotene Schlüssel", und das will schon was heissen.

Michael Keaton verdankt der Film trotz allem sein erstes Pünktchen, einen weiteren Gnadenpunkt gibt´s für den Versuch, das Thema EVP filmisch umzusetzen, denn die Idee an sich ist sicherlich keine schlechte, aber absolut ausbaufähig. "White Noise" hat sich was das anbelangt auf jeden Fall als echter Rohrkrepierer erwiesen.

Bizzy

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