Review

Dieser Film wurde vom Aufbau sichtlich an asiatische Vorgänger angelehnt. Es handelt hier sich nicht um einen reinen Gruselthriller, auch der Versuch eines Dramas ist hier in das recht verwirrende Handlungsgeflecht eingewoben.

Der Architekt Jonathan Rivers (Michael Keaton) verliert durch einen Autounfall seine Frau Anna (Chandra West), eine erfolgreiche Schriftstellerin. Durch elektronische Medien versucht die Frau anscheinend Kontakt zu ihrem Mann aufzunehmen (Radio, Mobiltelefon, ...). Kurz nach dem Unfall tritt ein unbekannter Mann (Ian McNeice) in Jonathan's Leben und vermittelt ihm, dass er durch EVP (Electronic Voice Phenomena) bereits Kontakt zu seiner Frau aufgenommen hat. Jonathan wimmelt diesen ab, aber behält sich seine Visitenkarte und tritt schließlich ein halbes Jahr später, angetrieben durch seine seltsamen Erfahrungen (Radio, usw.), mit demselben wieder in Kontakt.

Total besessen von dieser Kommuniktionsart meint er anfangs, dass ihm seine Frau Informationen zukommen lassen will, um anderen Leuten zu helfen. Dies gelingt auch bei einem Baby, doch dann mischen sich auch andere Stimmen darunter und diese verheissen nichts Gutes. Die Vorfälle überschlagen sich und das Schicksal nimmt seinen Lauf.

Soviel zur Storyline, welche prinzipiell sehr interessant und ausbaufähig ist, jedoch mangelt es hier leider an der konsequenten Umsetzung und auch an einer nachvollziehbaren Handlung. Zu oft bleibt der Zuseher hier im Unklaren und Aufklärung bleibt hier sehr klein geschrieben. Am Ende des Streifens weiß man eigentlich nicht sofort, was das nun zu verheissen mag - zu viele Fragen stehen im Raum und man verlässt den Kinosaal entweder mit gemischten Gefühlen, oder gar gleichgültig, aber eben nicht tief beeindruckt.

Der Schnitt gefällt und die Kameraführung trägt teilweise sehr zur spannenden Atmosphäre bei, welche aber keinen durchgehenden Aufbau hat. Wie schon eingangs erwähnt schwankt der Film zu sehr zwischen Grusel und Drama, was dann letztendlich doch nicht in dieser Art und Weise zusammenpasst.

Die schauspielerische Leistung von Michael Keaton ist zwar recht gut, wenn auch nicht oscarverdächtig. Die meisten anderen Protagonisten werden nur sehr fahl dargestellt und verschwinden genau so schnell wie sie erschienen sind. Dieser Fakt fällt sehr deutlich auf und wirkt insgesammt dann auch oberflächlich.

Geoffrey Sax versteht es ab und zu richtig zu schrecken, was eher das Positive darstellt. Denn er verfehlt den Auftrag eine gute Idee in einer beeindruckenden Geschichte auf Zelluloid zu bannen und die Zuseher zu fesseln - es blieb somit größtenteils leider bei der guten Idee.

Fazit:
Ein Film der seine guten Schockmomente hat, aber längst nicht alles aus der Thematik holt und überdies auch noch zuviel offen lässt. Dafür sind die Bilder gut in Szene gesetzt und auch die Schauspieler überzeugen weitgehendst, soweit sie überhaupt dürfen. Viele verpasste Möglichkeiten, doch anhand der oben genannten positiven Erscheinungen doch noch ein durchschnittlicher Movie. Man kann sich ihn sicherlich ansehen, ohne dass er langweilt, bleibt einem aber bestimmt nicht über längere Zeit hinweg im Gedächtnis.

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