Review

Eher Tarkan als Tarzan 


„George of the Jungle“

Gut?
+ cooles Animationsintro
+ Ohrwurm-Titeltrack
+ Brendan Fraser in Topform und seinem Element (eh ein unterschätzter Leading Man) 
+ bunt und flott 
+ der Vorlage gerecht werdend 
+ deutlich besser als die miserable Fortsetzung 
+ leichte Anflüge von Romantik 
+ Leerlauf ein Fremdwort 
+ Running Gags, die irgendwann fast jeden mal schmunzeln lassen 
+ Meta-Erzähler seiner Zeit voraus 
+ war das Colin Farrell als einer der bösen Helfer?
+ Thomas Haden Church hat Spaß an seiner Bad Guy-Rolle
+ manchmal etwas frecher und zweideutiger als (besonders damals) für Disney üblich 
+ Leslie Mann ist süß 
+ Culture Clash/Fish out of Water-Situationen 
+ tierische Sidekicks
+ einige solide Gags
+ einige solide Actionszenen
+ ein wenig unterschätzt und missverstanden?!
+ cleverer als gedacht
+ als Familienfun funktioniert er durchweg 
+ gibt nicht vor mehr zu sein, als er ist 
+ kann über sich selbst lachen 

Schlecht?
— sehr gewöhnungsbedürftiger, grober und einfacher Humor 
— nicht für jedermann; nicht für zu steife, hochnäsige Herrschaften 
— katastrophale Effekte zum Großteil 
— Hyperaktivität gepachtet 
— ein überdeutliches Kind seiner Zeit 
— eher für kleinere Zuschauer 
— vorhersagbar und im Endeffekt doch wieder nur die übliche „Tarzan“-Story
— ein sprechender Affe?!
— was sind das für Affenkostüme?! 
— super basic und komplett ohne Überraschungen
— keine weiteren Ebenen oder Mehrwert
— super oberflächlich und flach 
— nie allzu emotional 

Fazit: kindlich, treudoof, bescheuert, unschuldig - und manchmal sogar ganz witzig in seiner comichaft überzogenen, augenzwinkernden, simplen und über sich selbst lachenden Art. Mehr 90er ist wohl kaum möglich, einige frühe Computereffekte sind grauenhaft gealtert und man kann das Affentheater durchaus wahnsinnig albern, unreif, billig finden. Aber zumindest mit Kindern kann George ein überdrehtes, leicht romantische Tarzan-Variation sein.

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