Ein mittelmäßiger Disneyfilm.
Wie in kaum einem anderen Film will man hier mit Tierpräsenz punkten. Allerdings nicht, in dem man viele Tiercharaktere vorstellt, sondern indem man die Hauptperson Arthur die ein oder andere Verwandlung in ein Tier vollziehen lässt. Eigentlich soll es um die Geschichte um König Arthur gehen, wie er durch seinen Schwertzug zum König wurde. Diese Story ist tatsächlich nur Aufhänger für die Zelebrierung von Merlins Zauberkünsten. Dass das zwangsläufig Schwächen herbeiführt, ist klar. Für Kinder, bei denen die Story weniger als die Charaktere im Vordergrund stehen, ist der Film sicherlich immer noch ein zauberhaftes Erlebnis, für die älteren von uns sollte aber auch der ein oder andere storytechnische Punkt nicht vernachlässigt werden. Das geschieht in diesem Film, weswegen er hauptsächlich für Kinder geeignet ist und für alle anderen viel Langeweile enthält.
Wie erwähnt geht es also um den kleinen Arthur, der unter Merlins Fittiche genommen wird, um ihn "auf den rechten Weg zu bringen". Ich kenne die Originalstory nicht, aber ich verstehe nicht ganz, was sein rechter Weg sein soll. Zunächst dachte ich, dass sei sein Weg auf den Thron, aber dieser Weg scheint Merlin gar nicht so recht zu gefallen und ihm kommt erst in letzter Sekunde die Erkenntnis, dass das Arthurs Weg ist. Mit dieser Rahmengeschichte werden aber nur wenige Minuten des Films verbracht. Die meiste Zeit werden kleine Anekdoten um Merlins Zauberkünste erzählt. Dies führt zu dem vielsagenden Umstand, dass der englische Originaltitel "The sword in the stone" war, während wir in Deutschland den Namen "Die Hexe und der Zauberer" vorgesetzt bekommen. Da ist es klar, dass nur bedingt Spannung aufkommen kann, und wenn, dann nur innerhalb der einzelnen Episoden und nicht eine "Gesamtspannung". Spannend ist beispielsweise der Verwandlungskampf zwischen Merlin und der manischen Madama Mim. Das wird als Art "Endkampf" initiiert, obwohl es mit der eigentlichen Geschichte überhaupt nichts zu tun hat.Gezeichnet ist das Ganze ganz ordentlich, wohl bewusst etwas lässiger, mit nicht immer klar definierten Rändern. Dennoch schön anzuschauen. Der Tierepisoden sind fast eigene Geschichten und vor allem die Eichhörnchensequenz ist bezaubernd, lustig und dramatisch-ergreifend zugleich, als das traurige Eichhornweibchen den Rückzug antreten muss.
Fazit: Alles in allem ein mittelmäßiger Disneyfilm, der für Kinder äußerst bezaubernd und unterhaltsam sein dürfte. Für "Nicht-Kinder" jedoch fehlt durch den konfusen Handlungsstrang die Spannung. Auch die sonst in Disneyfilmen einprägsame Musik fehlt mir hier fast völlig. Daher 5 Punkte. EuerDon