Inhaltsangabe

von PierrotLeFou

Vierstündige Verfilmung des von Tolstoi beeinflussten ...

... Historienromans Stefan Zeromskis, der drei Hauptfiguren durch die Jahre zwischen 1797 und 1812 verfolgt, in zwei Dutzend Episoden:

Zwischen 1772 und 1795 ereignete sich die Teilung Polens, das Preußen, Russland und Österreich unter sich aufteilten. Ihre Hoffnungen auf Napoleon setzend versammelten sich bis 1797 um Jan Henryk Dabrowski tausende polnische Legionäre in Italien, um auf Napoleons Seite zu kämpfen, mit dem man die Besatzungsmächte zu überwinden hoffte. Auf sie trifft mit einer verhaltenen Bewunderung Fürst Jan Gintult (Piotr Wysocki), der als Weltenbummler unter anderem Ägypten bereist hatte und nun in Italien unterwegs ist.

Rafal Olbromski (Daniel Olbrychski), ein junger, wenig vermögender Kleinadeliger mit Hang zu ungestümem Verhalten, macht sich am Abend nach einer Schlittengesellschaft an die Nachbarstochter Helena de With heran. Sie werden ertappt und auf der notwendigen Flucht samt anschließender Wolfsattacke setzt Rafal dem Lieblingspferd seines Vaters arg zu. Der Vater schickt ihn infolgedessen fort zu Rafals älterem Bruder Piotr Olbromski – einem idealistischen und im Kampf versehrten, inzwischen gesundheitlich angeschlagenen Offizier. Als dessen früherer Freund Fürst Gintult ihn besucht, um sich nach seiner Gesundheit zu erkundigen, kommt es zwischen Piotr und Jan, der die Pläne der polnischen Legionen nunmehr als eine Illusion belächelt, zum Streit, als Letzterer von seinen Erlebnissen während und nach der 1799er Belagerung von Mantua erzählt. Beinahe duellieren sich die Männer in Rafals Anwesenheit – doch da erliegt Piotr Olbromski seinem Leiden.
Nach Olbromskis Beerdigung nimmt Fürst Gintult den unbeholfenen Rafal mit sich. Mit schlechten Manieren macht er sich zunächst zum Gespött. Elzbieta, Jan Gintults Schwester, nähert er sich an, wird aber recht despektierlich in seine Schranken gewiesen. Als Sekretär folgt Rafal dem Fürsten nach Warschau, wo er den Grafen Krzysztof Cedro (Boguslaw Kierc) wieder trifft, den er aus seiner Schulzeit in Sandomierz kennt. Dank Cedro trifft er bald darauf Józef Antoni Poniatowski. In Warschau wird Rafal zudem vom Fürsten in die Loge der Freimaurer eingeführt: dort trifft er Helena wieder, die als Partnerin eines hohen Freimaurers ebenfalls aufgenommen wurde. Mit ihr setzt er sich ab...

Die Schlacht von Austerlitz ist geschlagen. Graf Cedro trifft auf den völlig verwahrlosten Rafal Olbromski und nimmt ihn mit sich auf sein Anwesen. Rafal rekapituliert, wie sich Helena nach der Vergewaltigung durch österreichische Soldaten in den Tod gestürzt hat. Beide, Krzysztof Cedro und Rafal Olbromski, treffen wenig später einen einen desillusionierten, im Kampf verkrüppelten Polen, der auf Geheiß Napoleons auf Santo Domingo, wo viele der polnischen Legionen aufgerieben worden sind, einen Sklavenaufstand brutal niederschlagen musste. (Später werden sie ihn erneut wiedertreffen: er wird sich um seine Hinrichtung handeln.) Obgleich aufgebracht durch die zermürbende Schilderung des Unrecht, beschließen beide dennoch, sich den napoleonischen Truppen anzuschließen – was Krzysztofs Vater zur Verzweiflung treibt –, als Napoleon sich Dabrowskis Unterstützung im Kampf gegen Preußen und Russland zusichert.
Bald nach ihrem Aufbruch treffen sie auf Elzbieta, Jan Gintults Schwester, der sich Jan diesmal mit Erfolg aufdrängt. Auf ihrer gefährlichen Weiterreise kommt es alsbald zum Zerwürfnis, noch ehe sie sich den Truppen angeschlossen haben – auch weil Krzysztof wesentlich feinfühliger, mitfühlender und sensibler ist: Ihre Wege trennen sich.
Rafal wird es zum Adjutanten bringen und schlägt Schlachten in der Nähe der Heimat, wohingegen es Krzysztof als einfachen Soldaten nach Saragossa verschlägt. Nachdem er unmittelbar nach seiner Tötung eines Geistlichen Zeuge wird, wie polnische Mitstreiter etliche einheimische Frauen vergewaltigen und massakrieren, beginnt Krzysztof immer wieder am Sinn seiner Tätigkeiten zu zweifeln – zumal sich die spanischen Kämpfer in ihrem Unabhängigkeitskampf in einer ihm vertrauten Situation befinden. Seine Abenteuer in Spanien geraten zur zermürbenden Anhäufung von Gräueltaten, wenngleich Krzysztof sie alle mit Blick auf Polens Zukunft hinnimmt, was sich ganz besonders bei Napoleons Besuch der Truppen zeigt...
Der Krieg macht auch vor Sandomierz, Rafals Heimatdorf, nicht Halt. Als dieser sich infolgedessen dort aufhält, trifft er nicht bloß Fürst Gintult wieder, sondern muss auch ansehen, wie dieser von einem Kameraden aufgespießt wird, als Gintult den Schutz einer Kirche durchsetzen will und dabei das Kampfgeschehen behindert. Aufgrund seiner Reaktion auf Gintults schwere Verwundung wird auch Rafal beinahe hingerichtet, kann sich aber im Getümmel entziehen und den verwundeten Gintult in seinem Familienanwesen unterbringen, welches kurz darauf angesteckt wird. Gintult stirbt in den Flammen.

1812: Obgleich sich Rafal vom Kampf zurückgezogen hat und sein Familienanwesen wieder aufbaut, lässt er sich vom zurückgekehrten Krzysztof überreden, mit Napoleons Armee gen Moskau zu ziehen – und wird einen hohen Preis bezahlen müssen...

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