Weitestgehend unbekanntes, aufgrund mangelndem Vertrieb und Reputation schon eingeschränktes Frühwerk von Tony Leung Chiu-wai und Anita Mui, deren indirekter Verweis auf Leungs Durchbruch im Fernsehen, die allseits geschätzte Police Cadet serial ( 1984, 1985, 1988 ) zu verweisen und die ähnliche Lage im fortgeschrittenen Stadium zu beschreiben scheint. Auch hier steht das Berufsleben junger Polizisten auf Revier und Strasse dem Privatleben und dort vor allem der Romantik und ihren Wirren gegenüber, was zumeist als Young Policemen in Love - Komödie und weniger denn Drama oder gar Seifenoper und so in der fröhlichen Präsenz des Achtziger Jahre Kinos gezeichnet wird. Von der Anlage her klein, mit fast nur dem Arbeitsplatz, wenig Ausflug auf die Strassen und auch fast kaum Kontakt mit dem Verbrechen gesetzt, gestaltet sich die obskure Szenerie als ein Hin und Her von Flirtversuchen und gescheiterten Vorgehen, was gerade in der Hochphase dieser Art von Film wie allgemein und auch rückwirkend ohne weiteres Belang wirkt:
Der junge CID - Polizist Leung Siu-po [ Tony Leung ] vertreibt sich die Zeit zumeist entspannt in seiner Kollegschaft um Sesame [ Lui Fong ] und Thunder [ Dicky Cheung ], in deren unmittelbarer Nähe er auch wohnt und so dem ruhigen Alltag entgegensieht. Abwechslung bietet dabei weniger die Kriminalität auf den Strassen Hong Kongs als vielmehr die adrette Nachbarin Ah Yuk [ Margie Tsang ] und die eigene Vorgesetzte Madam Wan [ Anita Mui ], die zwar mit strenger Hand herrscht, aber dahinter ein nach Liebe suchendes Gemüt versteckt. Als sich auch der unbeliebte Sergeant 'Prince Charming' [ Lam Lap-san ] für die bebrillte Inspector interessiert, dies allerdings nur um seine Karriere wegens, ist Leungs Ehrgeiz zusätzlich angestachelt.
Gedreht von Yau Ga-hung, der Vergleichbares in ähnlicher 'Qualität' und ähnlicher Vergessenheit mit Crazy Shaolin Disciples (1985) vor- und mit Lucky Guys (1989) im Modus des Wiederholens nachexerziert hat, beschreibt sich das Wenige an Handlung und Personen auf dem Siebten Himmel aus einem Mehr an Interaktion und Missverständnis. Dabei herrschen die Halbwahrheiten, Gedankensprünge und Flatterigkeiten stellvertretend für die Inszenierung auch bei der Führung der Figuren und ihrer Haltung zu- und miteinander; ist doch keine der Geschichten von Glaubwürdigkeit oder der wenigstens erzählerischen Kreativität und Empathie gesegnet und das Meiste nur ein loses Bündel aus willkürlichem Geschick.
Eine nebenher laufende Sammlung an mehreren Ideen, die sich weder richtig dramatisch entwickeln noch anderweitig impulsiv generieren, sondern bloß wie automatisch und über Kreuz entlang marschiert werden. Formell simpel bis unbedarft gehalten, und auch schauspielerisch mit noch wenig Überzeugung der Berufsanfänger absolviert, wähnt man sich zuweilen in der schadhaft zusammengestoppelten, erratischen Kurzfassung einer vielleicht in voller Montur überzeugenden Geschicht'. Klischees von Mann liebt Frau, erst unnahbar aus der Ferne, dann kompliziert in der Nähe, oder vielleicht auch doch nicht, aber wenn der Nebenbuhler kommt, erst recht, werden hier wie Puzzleteile und ohne wirkliche Aussage und Fortgang außer dem des Vermutens aneinandergereiht. Hinzu kommen derweil Scherzchen im Umgang miteinander, die mal böse gemeint und mal harmlos und vor lauter Neckerei und Langeweile entspringen; längere Sketche ohne wirkliches Timing, mit absehbaren Pointen und auch mittendrin nicht wirklich dem dafür als Rettung nötigen Esprit.
Neben zufällig vertauschten Zimmern, fälschlicherweise durcheinandergebrachten Videocassetten, in der die eine den Porno und die andere die aufgenommene Liebeserklärung enthält und so an den jeweils falschen Zuschauer gerät, und andere Versatzstücke des Lustspiels von Anno Domini findet man noch den gefälschten Liebesbrief und sonstwie Peinlichkeiten für Jung und Alt vor. Ähnlich kostengünstig wie die Inspiration dafür, nämlich aus dem Fundus dessen, was bereits vorhanden ist, ist auch die gesamte, sowieso sparsam mit zwei, drei Wirkstätten schon umrandete happy go lucky Produktion gehalten. Ausflüge aus dem Einheitsgrau von Polizeirevier und dem nahezu gleichgroßen Wohnreich der Noch-Junggesellen gibt es nur zu Beginn und Final, im Auftakt der Jagd nach einem madman auf und im Kino, plus einem knappen Einsetzer in der örtlichen Billardhalle, in der sich ausnahmsweise auch mal standesgemäß geprügelt und gehetzt wird. Im Showdown im plötzlich das Ausschweifen suchend, inkl. catfight in der Umkleidekabine, einer wilden Autoverfolgungsjagd über Stock und Stein sowie eskapistischen Haudrauf im Spaßbad.