Man, man, man, was war das mal wieder für eine tolle Nachricht!
Bruce Willis kehrt zu seinen Wurzeln zurück und macht endlich mal wieder nen Action Film.
Hostage lässt Willis dann auch an alte „Stirb Langsam“ Zeiten erinnern, nur das er diesmal einen Informanten im Haus hat und nicht er der Informant ist.
Der Film startet wirklich interessant:
Graphisch wird ein Geisel Szenario dargestellt, wobei die Open Credits auf Häusern oder Autos gezeigt werden.
Eine hübsche Idee von Florent Emilio Siri, ähnlich wie schon jüngst bei Blade 3 nur dann doch noch ausgefeilter.
Nach einem Anfangs ungewöhnlichen Anblick Willis (mit Haaren und Vollbart)
sieht man ihn dann wieder mit gewohnter Glatze.
Schon die Anfangsminuten sind spannend und dies lässt den gesamten Film über nicht nach,
man weiß wirklich nicht was als nächstes geschieht.
Das Szenario das Willis eine wichtige DvD aus dem Haus holen soll, da ansonsten seine Familie umgebracht wird, finde ich wirklich gut und Willis bringt die Verzweiflung, die Wut und die Angst wirklich gut rüber. Die 3 Entführer haben sich derweil in einer Villa eingesperrt und zudem 3 Geiseln genommen.
Die Szenen im Haus sind ebenfalls sehr spannend geworden und trieben den Spannungsbogen zeitweise auf die Höhe.
Das es sich bei den Entführern um 3 Jugendliche handelt fand ich aber dann nicht ganz so gut.
Die beiden Brüder wirken oftmals hilflos und fehlbesetzt, nur der 3e ist wirklich klasse und entwickelt sich zur tickenden Zeitbombe. Ein richtiger Psychopath.
Die Action im Film ist wohl dosiert und stets gut durchdacht.
Wenn es dann zum Showdown im Haus kommt lässt Regisseur Siri es richtig krachen.
Die Effekte sind gut geworden und wenn das Haus in Flammen steht sieht das schon recht krass aus.
Die Action ist zudem zum Teil sehr blutig geworden, was vor allem beim zweiten Showdown zu sehen ist.
Da kommt es im ganzen Film schon vor das Leute verbrennen, Kinder ermordet werden, das es Nahaufnahmen von Einschusslöchern gibt wo das Blut nur so rausspritzt und das Gehirnmasse über den Boden verteilt wird.
Da ist man schon ganz froh das die FSK einem keinen Strich durch die Rechnung gemacht hat.
Das einzig richtig negative ist für mich die angedeutete Liebesgeschichte zwischen dem Psychopathen und einer der Geiseln im Haus.
!!!VORSICHT SPOILER!!!
Es sieht ja verdammt cool aus wenn er blutüberströmt, mit zwei Molotow Cocktails durch nen brennenden Flur läuft um sie dann auf Willis und die beiden Geiseln zu werfen.
Nur dann erblickt er wieder das Mädchen und lässt den einen auf sich selbst fallen.
Das wirkte einfach nur kitschig.
!!!SPOILER ENDE!!!
Die Schauspielerischen Leistungen sind allesamt zufrieden stellend.
Der Film ist klar auf Willis zugeschnitten, besitzt er im Vergleich aber dann leider doch recht wenige Action Sequenzen. Hier hätte ich mir etwas mehr gewünscht.
Insgesamt macht er seine Sache aber wirklich gut und kann in allen Szenen überzeugen.
Aber das er nicht nur in Action Szenen weltklasse ist, hat er ja schon des Öfteren bewiesen.
Den Auftritt des Films konnte er dann auch für sich verbuchen.
Sah schon einfach cool aus als das Tor aufging, der Hubschrauber dahinter mit Scheinwerfern und Willis marschiert in Zeitlupe durch das Tor.
Die anderen Darsteller sind befriedigend bis gut.
Ben Foster der den Psychopathen Mars spielt ist dabei noch besonders hervorzuheben.
Er spielt diese Rolle wirklich klasse und man nimmt ihm diese auch sofort ab.
Richtig krank der Typ.
Abschließend bleibt zu sagen das man einen guten und vor allem spannenden und blutigen Action Thriller zusehen bekommt, der vor allem wieder einen gut aufgelegten Bruce Willis in einem Actionfilm zeigt.
Fazit:
Das Aufwärmprogramm zu „Stirb Langsam 4.0“ hat Willis mit Bravour gemeistert.
Der Film ist durchweg spannend und in den guten Actionsequenzen ziemlich blutig.
Die Story ist zwar nicht neu aber dennoch gut umgesetzt. Die Schauspieler sind gut in den meisten Fällen und Kamera und Score weiß auch zu gefallen.
Ich kann diesen durchweg spannenden Actionthriller nur weiterempfehlen. Action und Willis Fans kommen eh nicht drum herum.
Jetzt wird’s wieder Zeit für McClane. John McClane. Yiepijahei Schweinebacke!
Wertung: 8 / 10