Review

Spannender Actionthriller mit Bruce Willis in der Hauptrolle.

Story:
Jeff Talley (Bruce Willis) war lange Zeit der Spezialist für Geiselnahmen beim LAPD und löste so manch brenzlige Situation. Doch bei einem Einsatz konnte er nicht mehr helfen, trotz Stundenlanger Verhandlungen erschoss der Geiselnehmer seine Frau und deren Sohn, bevor er letztendlich sich selbst die Kugel gab.
1 Jahr später arbeitet Talley als Chief in einem kleinen Polizeibüro. Die Ereignisse hat er noch nicht richtig überwunden, zudem plagen in Sorgen mit seiner Familie. Er und seine Frau haben sich auseinandergelebt und seine Tochter befürchtet, dass sie sich scheiden lassen und ist deswegen nicht besonder gut auf ihn zu sprechen. An einem ganz normalen Morgen passiert es dann: 3 Kleinkriminelle wollen den Wagen einen reichen Buchmachers klauen, nehmen ihn und seine Familie als Geisel. Da einer der drei ein gestörter Psychopat ist, droht die Situation zu eskalieren. Talley wird wieder mit seiner Vergangenheit konfrontiert und muss die Kontrolle behalten, auch nachdem seine Familie gekidnappt wird.

Nach etlichen Gurken und familienfreundlichen Filmchen ist es erfreulich, Bruce Willis mal wieder in der Rolle als verzweifelten Einzelkämpfer zu sehen, wenn auch hier weitaus realistischer als in "Stirb Langsam". "Hostage" macht zum Glück nicht den Fehler, allzu tief auf die familiären Verhältnisse von Talley einzugehen, sondern erwähnt dies nur am Rande. Viel wichtiger ist die Spannung, die durch die Geiselnahme erzeugt wirkt.

Der Film legt von Anfang an ein recht hohes Tempo vor und hält dieses auch über die Gesamte Laufzeit, ohne irgendwelche Längen und unnötigen Schnickschnack. Zum Ende hin nimmt dann auch der Actionanteil zu, der für eine 16er Freigabe ordentlich ist und einie blutige Einschüsse zeigt, allerdings nicht übertrieben. Das gehört auch dazu und da ein PG13-Rating dem Film viel von seiner Atmosphäre genommen hätte, entschied man sich lieber für das R und ließ dem Film so die nötige Härte.

Schauspielerisch kann vor allem Bruce Willis glänzen, der in seiner Rolle voll aufgeht. Die übrigen Darsteller machen ihre Sache ordentlich, am überzeugendsten kommt Ben Foster als "Mars" rüber, der den durchgeknallten Psycho sehr glaubwürdig verkörpert. Die Musik ist passend dazu mal treibend, mal eher schwermütig und fügt sich gut ins Geschehen ein.

Fazit: Endlich mal wieder Bruce Willis in Hochform - noch besser war er dieses Jahr nur in "Sin City" -, dazu eine von Beginn an spannende Story und auch die Action kommt nicht zu kurz. So muss das sein!

9 von 10 Punkten

Details
Ähnliche Filme