Review

Walter Bruce Willis ist endlich mal wieder in einer seiner gewohnten Rollen zu sehen und gibt dem Thriller „Hostage“durch seine glaubhafte Performance einen beachtlichen Bonus.

Drei junge Männer dringen in eine Villa ein und nehmen einen Familienvater nebst Tochter und Sohn als Geiseln,als die Situation eskaliert und eine Polizistin erschossen wird.Jeff Talley,Fachmann für Verhandlungen bei Geiselnahmen,will den Fall eigentlich abgeben,doch dann wird seine Familie von einer dritten Instanz entführt…

Bereits die Präsentation der Credits zu Beginn(erinnert stark an „Panic Room“)ist eine Augenweide.Dann bekommt man einen zotteligen,aber cool agierenden Willis zu sehen,der bei Verhandlungen einer Geiselnahme scheitert,woraufhin er sich in eine ländliche Gegend versetzen lässt.Ab da haben wir wieder den allseits geliebten McClane.Aber Willis Darstellung geht darüber hinaus,der fatale Fehler in seiner Vergangenheit,die Angst um seine Familie lassen ihn als gebrochenen Helden erscheinen,der gekonnt und facettenreich agiert.
Auch die übrigen Darsteller machen ihre Sache gut,selbst Kindermime Jimmy Bennett nervt gegenüber allen Erwartungen nicht.

Regisseur Siri kann vor allem durch die klaustrophobische Stimmung punkten,die von der technisch modern ausgestatteten Villa ausgeht und erzeugt durch den unberechenbaren Charakter Mars zusätzliche Spannung,die bis zum Finale anhält,in dem auch ein paar gutgemachte Actionszenen zu bewundern sind,die ansonsten eher rar sind.
Leider erfährt man etwas wenig über den Hintergrund der dritten Instanz(wahrscheinlich Mafia)und insgesamt treffen einige Zufälle zuviel aufeinander,aber der kurzweiligen Unterhaltung tut das keinen Abbruch.
7 von 10 Punkten

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