Review

SHOCKING HEAVY BULLSHIT... würd's wohl eher treffen ;-) ...

Die Story:
Eine Bilderbuch-GlamRock-Band fährt samt spärlich bekleideter, quirlig-kreischiger Groupies zum Video-Dreh in die verschneiten Berge. Doof nur, dass in der nahe gelegenen verlassenen Fabrik (Mitten auf 'nem Berggipfel!? Hm... Egal!) TCM-ähnliche Wacko's hausen mit denen nicht sonderlich gut Kirschen essen ist...

Klingt dämlich.... ist aber noch viel, viel dämlicher!
Dauerwellen, Haarspray, Eyeliner, pinke Sonnenbrillen und enge Leggins soweit das Auge reicht (...und dies bezieht sich jetzt nicht nur auf die weiblichen Akteure...), von den vier-fünf GlamRock-Heinis ham nur zwei Text und die Geschichte der Weirdo-Familie ist wie folgt:
Wir drehen das Rad der Zeit 20 Jahre zurück. Ein Säufer-Papa wankt völlig dicht nach Hause und zettelt prompt Streit mit seiner Alten an, die ihm im Eifer des Gefechts das Lebenslicht auspustet. Seither ist sie mit ihren... keine Ahnung... drei-vier Söhnen auf der Flucht vor dem Gesetz...

Wie aus den Flüchtigen aber verwahrloste, geistig zurückgebliebene, hinterwäldlerische Killer werden konnten, weiß der Geier.
Darüber hinaus werden alle "Backwoodies", auch deren "Muttertags Mama", von ungefähr gleichaltrigen Darstellern dargestellt, ...aber das nur so am Rande bemerkt.
Was SHOCKING HEAVY METAL aber zu einem wirklichen Unding macht, ist nicht seine beißende Blödheit, das unsagbar hohe Maß an Dilettantismus oder das Fehlen von neuen Ideen, sondern sein dahinschlürfendes Erzählschneckentempo und die Absenz von jeglicher Action und Spannung.
Ich hab' mir mit dem Streifen wegen des Vorhandenseins vieler tuckiger GlamMetaller ein Festival des ungewollten Klamauks erhofft, und als ich von Dauerwellen-Rockern in Action hörte, kam ungewollt auch die Hoffnung auf eine Spaßbombe á la "Heavy Metal Zombies" auf.
Aber Pustekuchen! SHOCKING METAL ist nicht von alledem!

Zugute halten muss man dem Streifen allerdings, dass einige wenige Morde, die in der deutschen Fassung sogar gänzlich uncut (?) sind, doch ziemlich derbe und blutig ausfallen und deutlich über das Slasher-Genre hinausgehen,
und dass die Rockband, ihre Urscheln, die alle reichlich ungeil sind, hier aber als die heißesten Bräute ever verkauft werden, die vielen Anbagger- und Rummach-Szenarien und die Gesangeseinlagen der selbstverständlich völlig fiktiven Band schon lächerlich bis zum Anschlag geraten sind, und damit auf gewisse Weise auch durchaus bei Laune halten.
Allzu viel unfreiwilliger Humor will sich den ganzen Streifen über aber nicht so wirklich breitmachen...

...und daher mein Fazit:
Blutig spritziger, aber auch mörderisch langweiliger Splatter-Slasher der besonders dämlichen Art!
In gewisser Weise wie "Todesparty 2", nur brutaler und mit mehr Titten. Dafür aber fast noch unspannender...
Daher: Zurecht so unbekannt und auch leider keine große Entdeckung!


Nachtrag:
Mats Helge, der Regisseur dieses Machwerks, saß auch bei "Ninja... in geheimer Mission" auf dem Regie-Stuhl.
Aber Wayne interessiert's...

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