Review

The Snow Has Eyes


„Blood Tracks“ packt das alte Hinterwäldler-Szenario von Wes Craven in den Schnee Schwedens und garniert das eiskalte Geplänkel mit Gedärms, Glamrock und Groupies…

Was jedoch klingt wie der feucht-winterliche Traum eines jeden Slasherheads ist im Endeffekt nur 'ne nasse, unangenehme Hose voll Copy, Paste & Waste. Erst recht in der katastrophalen Bildquali in der ich ihn genießen durfte. „Blood Tracks“ hat nichtsdestotrotz ein paar schöne Ausblicke, Riffs und Frisuren, keinen total niedrigen Bodycount und mindestens einen Mord auf Champions League-Niveau, der fast ein wenig in die „Saw“-Reihe gepasst hätte. Zeitgleich gibt’s aber auch etliche Off Screen-Tote, mächtig Leerlauf, lahmstes Herumgestrolle in matschigen Schatten und heruntergekommenen Fabriken, schlechte Perücken, peinliche Masken und eine englische Katastrophensynchro, sodass man am Ende schon ein „Slasher-Allesgucker“ sein muss, um das hier einigermaßen zu goutieren. Lieber nochmal „Rocktober Blood“, „Trick 'R Treat“ oder „Black Roses“ gucken. Schleimiger Trash, nur leider nicht über der Schmerz- und Lachgrenze. 

Fazit: Setting und manch ein Kill (Halbierung) sind nicht übel, der cheesy „Rock“ lässt schmunzeln und die Babes lassen den Schnee schmelzen. Und trotzdem: „Blood Tracks“ ist ein allenfalls bemühter Slasher und sogar ein ziemlich mieser Film! 

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