RAGING SHARKS
Danny L. is back… nach seinem 2003er Debakel SHARK ZONE kehrt er im Jahre 2004 mit den RAGING SHARKS zurück!
Nach dem Zusammenstoss zweier Raumschiffe im All stürzt ein Container mit einer leuchtenden Substanz zur Erde. Im Bermudadreieck landet der Container im Meer… ganz in der Nähe der Unterwasser-Forschungsstation „Oshona“. Die leuchtende Substanz macht die Haifische rasend, so dass diese auf einmal in „Familien“ jagen und auf alles losgehen, was sich bewegt.
In der Forschungsstation herrschen vorerst andere Probleme. Projektleiter Mike (Corin Nemec) und seine Frau Linda (Vanessa Angel) kämpfen mit ihrer Crew gegen Budgetknappheit, mangelnde Forschungsresultate und technische Macken der Station an. Mike macht sich auf den Weg an die Wasseroberfläche, um mit den Geldgebern neu zu verhandeln und lässt seine Crew allein zurück.
Da passiert es: Bei Routinearbeiten werden zwei Taucher von der Haien erwischt. Kurz darauf fallen noch weitere Taucher und ein kompletter Strand den Haien zum Opfer. Also macht sich Mike auf den Rückweg, um Frau und Crew lebend an die Wasseroberfläche zurückzuholen. Begleitet wird er dabei von einem Sicherheitsinspektor (Todd Jensen), der den merkwürdigen Geschehnissen auf den Grund gehen soll. Oder führt er etwa was ganz anderes im Schilde?
Klingt soweit ganz schön und gut, aber in der Praxis… genau wie SHARK ZONE hat auch RAGING SHARKS nur ein Motto: Wie viel Stock Footage kann man in einem Film unterbringen, um dem Zuschauer ein möglichst vollständiges „Best of Nu Image“ zu präsentieren? Haie aus Dokumentarfilmen, Kamerafahrten, Biss- und Knabberszenen, Explosionen, die Obduktion eines Haifisches, am Strand laufende Kinder… selbst fahrende und explodierende U-Boote… alles wurde wiederverwertet aus den hauseigenen SHARK ATTACK-Teilen 1 bis 3 und diversen Filmen der OPERATION DELTA FORCE-Reihe!
Dazu kommen noch Logikfehler ohne Ende: Leute, die ohne Schutz vor den Haien ins Wasser gehen… U-Boote, die explodieren, wenn sie an jener außerirdischen Substanz vorbeifahren… Torpedos, die in die Haifischmenge geschossen werden und dort detonieren…
Den absoluten Knaller aber spart man sich für das Finale auf: Die Forschungsstation steht kurz vor der Explosion, null Sauerstoff, die Leute liegen halbtot am Boden. Währenddessen bergen Aliens ihren Container und die Haie werden wieder „normal“. Die Forschungsstation explodiert. Sekunden später befinden sich die Leute unverletzt im Wasser (!), Mike sogar in kompletter Taucherausrüstung (!!) und zieht seine Frau (ohne Taucherausrüstung) wie eine Puppe hinter sich her. Der Todd Jensen-Spoiler sei Euch an dieser Stelle erspart…
SHARK ZONE bekam auf Grund der Stock Footage-Seuche 2/10 Punkten! Bei RAGING SHARKS gehe ich nicht ganz so weit: Die Darsteller sind doch einen Tick sympathischer und als sich gegen Ende des Films die Haie ein wenig zurückhalten, kommt doch noch so etwas wie Vergnügen auf (Stichwort: Todd Jensen und sein schäbiges Treiben…)!
Von der unfreiwilligen Komik des Films (Stichwort: Aliens) mal ganz abgesehen…
3/10 Punkten, diBu!