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Der unter Gedächtnisschwund leidende Golfkriegsveteran Jack Starks (Adrien Brody) wird des Polizistenmords verdächtigt und in einer Heilanstalt einer zweifelhaften Therapie unterzogen. Eingeschlossen in einer Leichenkammer flieht sein Geist im Medikamentenrausch in die Zukunft, um den Schlüssel zur Gegenwart zu finden…

Sichtlich berauscht vom schier unerschöpflichen Potenzial der aberwitzigen Ausgangsidee kramt Regisseur John Maybury mit beiden Händen in der Trickkiste populärer Kribbelkultur: Golfkriegstrauma, monströse Schocktherapien, eine abgestürzte Rabenmutter, imaginäre Zeitreisen und vieles mehr verbinden sich zu einer wüsten Rettungshatz mit den Konturen einer Erlösergeschichte, die mit schrillen Überzeichnungen regelmäßig in das Fettnäpfchen der unfreiwilligen Komik tappt. So scheint ein bemerkenswertes Symptom von Jacks Trauma oder vielleicht auch eine Nebenwirkung seiner Medikation zu sein, dass sich seine Wahrnehmung in stilwütige Videoclips verwandelt mit einem albernem Sounddesign, das eher Kamera und Schnitt nachäfft, als zu einer eigenständigen Aussagekraft zu finden. Dabei scheint der Film tatsächlich zu glauben, sein banales Augenpulver tauge als seriöse Bebilderung einer traumatisch verzeichneten Erlebniswelt. So kann man sich täuschen.

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