Ich hab in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass grade Filme, die in der Masse der Hollywood Blockbuster untergehen, mehr zu begeistern wissen als die großen Studioproduktionen. Zu diesen Glückfällen zählt auch der Thriller „The Jacket“.
Erzählt wird die Geschichte des Golfkriegs Veterans Jack Starks, verkörpert von Adrien Brody, der nach einem Kopfschuss an Amnesie leidet. Des Polizistenmordes angeklagt wird er in eine Nervenheilanstalt eingeliefert. Unter Medikamenteneinfluss wird er regelmäßig nachts in eine Zwangsjacke gesteckt, mittels er in das Jahr 2007 versetzt wird wo er erfährt das er in seiner Zeit bald sterben wird.
Wie schon in „The Butterfly Effect“ wird hier auf interessante Weise die Zeitreisethematik variiert. Denn mussten im „Butterfly Effect“ noch Tagebücher für die Zeitreisen herhalten, wird hier eine Zwangsjacke verwendet. Zwar nicht immer ganz logisch, schafft es Regisseur John Maybury jedoch seine Geschichte spannend und ohne unnötige Längen zu erzählen.
Die Hauptfigur wird wie schon erwähnt von einem tollen Adrien Brody (Der Pianist) gespielt, der seine Rolle glaubwürdig rüberbringt. Als Love-Interest dient die atemberaubende Keira Knightley (Fluch der Karibik). Überzeugend spielt sie eine unglückliche Kellnerin, die John Starks hilft die Wahrheit raus zu finden. Ergänzt wird der Cast noch von Kris Kristofferson (Blade 1-3) als Leiter der Klinik und Jennifer Jason Leigh (Flesh & Blood).
Auch wenn der Film wie eine lange Folge der „Outer Limits“ rüberkommt, ist er doch ein packendes Stück Film geworden. Mit tollen Darstellern und ohne große Effekte kann es die Independent Produktion locker mit den großen Blockbustern aufnehmen. „The Jacket“ ist auf jeden Fall wert gesehen zu werden und ich hoffe, dass er auch bald den Sprung über den großen Teich macht. Für diesen fast schon genialen Thriller gibt es von mir die volle Punktzahl.