Review

Was soll ich sagen?!
Ich habe bis jetzt immer die Meinung vertreten, dass Adrien Brody zu den am meisten überschätzten Schauspielern in Hollywood zählt und das Keira Knightley außer in „Kick it like Beckham“ noch nie eine auch nur annähernd akzeptable Leistung geboten hat.
Die besten Voraussetzungen also um sich „The Jacket“ (mit den beiden zuvor genannten Schauspielern in den Hauptrollen) anzusehen.
Als ich jedoch gelesen habe dass Kris Kristoffersen mitspielt, habe ich mich dann doch zum Kauf der DVD entschlossen.

Und siehe da ich wurde nicht enttäuscht.

Der Film bietet eine relativ innovative und interessante Story, die zwar immer an Genremeilensteine wie „12 Monkeys“, „Donnie Darko“ und „Butterfly Effekt“ erinnert, aber trotzdem fesselt.
Vor allem die Chemie zwischen Adrien und Keira ist zauberhaft.

Zum reichlich verzwickten Inhalt.
Jack Starks (Adrien Brody) wird während des Irakkrieges von einem Kind angeschossen und „nach seinem Tod“ wiederbelebt.
Er scheidet aus dem Militärdienst aus und lässt sich von einem Anhalter nach Hause (wo auch immer das ist) mitnehmen. Während der Fahrt wird der Wagen von einem Polizisten aufgehalten, es folgt ein Blackout, eine Anklage wegen Mordes an besagtem Polizisten und die Einweisung in eine Irrenanstalt, unter der Leitung von Dr. Becker (Kris Kristoffersen).
In dieser Anstalt geht man recht fraglichen Praktiken zur Heilung der Patienten (einer der Patienten ist Daniel „James Bond“ Craig) nach.
Man fesselt bestimmte Patienten, pumpt sie mit Drogen voll und schiebt sie für unbestimmte Zeit in ein Fach, in das normalerweise Leichen gesteckt werden.
Mit Hilfe dieses Faches schafft Jack es irgendwie in die Zukunft zu gelangen.
Dort trifft er auf Jackie (wie passend) (Keira Knightley), die er kurz vor seinem Blackout und somit kurz vor seiner Verhaftung auch schon einmal getroffen hat.
Passiert das alles wirklich oder ist das alles nur ein wirrer Traum, ausgelöst von den Drogen und der Enge und Dunkelheit des Raumes?
Diese Frage stellt sich sowohl Jack als auch dem Zuschauer!

Es ist irgendwie schade, dass so viel versprechende Filme wie „The Jacket“ in unseren Breiten nicht im Kino laufen, sondern es gerade mal als DVD Premiere in unsere Heimkinos schaffen.

Außer dem etwas zu schnellen und mainstreammäßigen Ende und diversen Drehbuchunstimmigkeiten (die heutzutage aber schon fast bei jedem Film auftreten) ist mir nichts an dem Film wirklich negativ aufgefallen.

Die Schauspieler waren durch die Bank hinweg gut gewählt und hatten sichtlich Spaß an ihren Rollen.

Ein cooler Soundtrack und die tolle Kameraführung sind weitere positive Aspekte dieses Films.

Also überdurchschnittlich gute Mysterythrillerkost, mit bekannten Versatzstücken und sehr guten Darstellern.

Details
Ähnliche Filme