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Harry meldet sich täglich aus dem Äther. Als Betreiber und Moderator eines kleinen Schwarzsenders spielt er Musik für Jugendliche und peppt seine Sendung mit markigen Sprüchen auf die diese berühren. Schließlich ist er selbst einer der Mitreden kann und die Probleme seiner Altersgruppe nur zu gut kennt: Pubertät, Entwicklung, Schulprobleme - Harry spricht die Themen nicht nur an sondern auch aus. Nicht zuletzt deswegen genießt er große Beliebtheit.

Die Fangemeinde wird zunehmend verschworener, entsprechend reagiert Harry: seine Sendung wird spitzer, schießt immer schärfer gegen die Schule und das System. Doch als sich ein Zuhörer das Leben nimmt scheint das Ende des Piratensenders gekommen zu sein. Aber Harry kann's nicht lassen und macht weiter...

"Pump up the volume" ist keineswegs nur ein zu belächelnder Jugendfilm, obwohl alle dafür notwendigen Genrekomponenten gegeben sind. Der Film von Allan Moyle spricht vielmehr den Jugendlichen der Ende-80er-Ära aus der Seele, trifft er ihre Probleme doch auf den Kern. Nachdenklichkeit, aber auch der Wille die Lethargie zu durchbrechen kennzeichnen die Filmstruktur. Unterlegt wird die Sozialstudie mit passender Leonard-Cohen-Musik ("Everybody knows", "If it be your will").

Randhandlungen wie die aufkeimende erste Liebe zwischen Harry (Christian Slater) und Nora (eine knackige Samantha Mathis) sorgen für den romantischen Hauch, stehen aber in der Priorität hinten an. Vielmehr geht es um den harten Schulalltag, den Leistungsdruck und familiäre Probleme der Teenager.

Der Reisser ist "Pump up the volume" sicher nicht, aber wer ein Teenie der 80er ist und ohne Handys und Internet großgeworden ist kann sich sicher an diese Zeit zurückerinnern und wird sich im ein oder anderen Thema des Films wiederfinden.

(7/10)

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