Ein Bestattungsunternehmer erschlägt eine Klatschreporterin, die dessen dunkle Vergangenheit ans Licht bringen will, und äschert sie ein. Dann vertauscht er ihre Asche mit der eines anderen Verstorbenen, dessen Frau die Asche vom Flugzeug aus verstreut. Somit sind alle Spuren des Mordes beseitigt. Doch der Mörder rechnet nicht mit Columbo.
Im drittletzten Fall des Inspectors, der sich hier komischerweise wieder wie in den allerersten Folgen als Lieutenant bezeichnet, spielt Patrick McGoohan (auch Regie) zum glaube ich vierten oder fünften Mal den Mörder und ist somit Rekordhalter der Reihe. Er, Peter Falk und Opfer Ex Golden Girl Rue McClanahan verstarben leider innerhalb kurzer Zeit 2009/2010.
Der Täter verfügt hier über den entscheidenden Vorteil eine Leiche quasi spurenfrei zu entsorgen. Der Bestatter besitzt ein hauseigenes Krematorium, in dem man tote Körper mühelos zu einem Häufchen Asche reduzieren kann. Einen entscheidenden Fehler macht er eigentlich auch nicht, scheinbar der perfekte Mord. Deswegen wirkt es etwas unglaubwürdig, das der kühl denkende Eric Prince ein großes Schrapnellstück beim zusammenkehren der Asche übersieht, was ihn letztlich zum Verhängnis wird. Allerdings führten erste Hinweis, wie ein nicht gefütterter Welpe und unterschiedliche Lippenstiftfarbtöne (mit was sich Inspector so alles doch auskennt) scon in die Richtung des Bestatters, der Rest ist die Standard "ich hätte da noch eine Frage" Routine.
Aschenpuzzle bietet die gewohnt hohe Qualität des Scriptes und der Darsteller. Der Fall ist knifflig, nur die Auflösung eher schwach. So ein großes Eisenteil muß entweder beim kehren, spätestens aber beim Einfüllen der Urne durch den Trichter doch auffallen. In der Folge wird auch deutlich das Columbo mit seinen Verwandtschaftsgeschichten gerne wohl mal auch flunkert, denn sein Cousin der ihn angeblich den Tip mit den Straßennamen verraten hatte, gab es nicht, Cloumbo wollte bloß den Namen des Hehlers schützen und erfand die Cousingeschichte. Zusammen mit kleineren Längen bleibt am Ende "nur" eine recht nette Folge, aber das ist ja das, was man als jammern auf hohem Niveau bezeichnet.
6/10