Der Ranchbesitzer Graham McVeigh bringt seinen Bruder Teddy um, dem die Hälfte der Ranch gehört und der von ihm Geld für seine Wettleidenschaft (Pferderennen) haben will. Dies mag er dann der Mafia in die Schuhe schieben, doch die läßt sich das nicht gefallen. Columbo gelingt es nicht so recht, ihm etwas nachzuweisen.
Zu Beginn der 13. Staffel bekommt es der Inspektor nicht nur mit einem cleveren Doppelmord, sondern auch mit einer gewissen Muschelunverträglichkeit zu tun. Urheber dessen ist ein Pferdezüchter, der damit zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt (er wäre Alleinbesitzer des Guts und auch die Spielschulden des Bruders wären getilgt). Getarnt wird das ganze Mafiamord und Nummer zwei als Hausfriedensbruch mit tödlicher Selbstverteidigung.
Seltsame Bettgenossen ist sogar eine meiner Lieblingsepisoden der Reihe. Columbo bedient sich hier höchst unkonventionellen Methoden der Aufklärung, die im Polizeihandbuch dick im Kapitel No-Go hinterlegt sind. Nicht nur das er den Verdächtigen nötigt und sogar dessen Auto durch rammen beschädigen läßt, als die spärlichen Indizien von Zigarettenasche und einer toten Maus nicht zum Erfolg führen.
Höhepunkt des kontollierten indieEngetreibens ist aber zweifellos der von A-Z durchgeplante Schlußakkord im Restaurant. Zusammen mit einem Mafiapaten wird geschickt so viel Druck auf McVeigh ausgeübt, das er aus Angst ein volles Schuldgeständnis unterschreibt. Genial dabei die Dialoge und Zusammenarbeit von Peter Falk und Rod Steiger. Aber auch George Wendt ist nicht schlecht, zumindest hat er mal eine Chance gegen seine Rolle des netten Norm aus Cheers anzuspielen. Nicht nur durch seinen Körperumfang eine runde Sache und ein guter Spätcolumbo.
8/10