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Weil er bei seinem Buchmacher in der Kreide steht, beschließt der Zocker Harold McCain, seinen reichen Onkel vorzeitig zu beerben. Er befestigt eine Bombe Marke Eigenbau an dessen Rolls-Royce. Dann wird Harolds Onkel überfahren, und der Sprengsatz killt versehentlich den Gärtner.

In dieser Episode kippen die Leute gleich reihenweise aus den Schuhen, denn alles zusammen genommen gibt es immerhin gleich drei Morde am Stück und nur einer davon war versehentlich. Dafür darf man ein wenig meckern, das der Fokus etwas zu sehr auf den vielen Dialogen von Neffe Harold und Ehefrau Dolores des eigentlichen Opfers und Footballteambesitzers Big Fred liegt. Das heißt zuviel Galama um das stets angeschwippste Flittchen und dem notorisch spielverschuldeten Parasit, die natürlich auch noch ein Verhältnis haben. Erst lieben sie sich, dann erpressen sie einander, da muß Columbo doch etwas zurückstecken.
Wirklich kreativ ist auch nur der letzte Mord, man weiß zwar als Zuschauer nicht wer eigentlich den ersten eigentlichen Mord verübt hat, und es einer der beiden Verdächtigen nicht gewesen sein kann, ist hier die Spannung auch schnell raus. Da wollte das Script cleverer sein, als es der Regisseur umsetzen konnte. Spannend dabei die Überführung, die wirklich schlaue und minutiös recherchierte Polizeiarbeit benötigte, denn wieviele Mörder werden normalerweise durch Tautropfen, durchgeschwitzte Socken und Haaren an der Hutkrempe überführt, wenigstens da scheint der "alte" Columbo wieder ganz durch.
Die Episode ist insgesamt da nur durchschnittlich, da ändert auch die spaßige Szene im Autohaus nicht viel dran. Unsympathische Figuren (immerhin aber gut geschauspielert), ein meist durchsichtiger Plot und die aufgebauschte Nebenhandlung haben mir zumindest weniger gut gefallen.
6/10

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