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Ein vor der Scheidung stehender Fotograf gewinnt im Lotto den Jackpot mit 30 Millionen. Damit er seiner Noch-Ehefrau nicht die Hälfte abgeben muß, schlägt sein Onkel ihm vor, daß er das Geld an seiner Stelle abholt und es ihm dann nach der Scheidung gibt. Doch dieser macht gemeinsame Sache mit der Frau des Fotografen und ertränkt ihn, den eigentlichen Jackpot-Gewinner, in der Badewanne. Doch an eine Sache hat der Mörder nicht gedacht.

Die Ausgangsposition in dieser Episode ist irgendwie recht lustig. Die in Scheidung lebende Ehefrau (die aber auch als sehr raffgieriger Besen gezeichnet ist) soll nichts von dem dicken Lottogewinn abgreifen dürfen. So wandert der Gewinnschein zum Juwelieronkel, der allerdings auch einen Schuldenberg aufgetürmt hat, und sackt durch vorgetäuschten Unfalltod von Neffe Freddy mal eben die ganze Marie selbst in die Tasche.
Nicht nur hier erlebt der Zuschauer allerdings schon ein kleine Überraschung, denn plötzlich wird die geldgierige Nancy als Mittäterin präsentiert, mit der Leon sogar ein Verhältnis hat (wie man auf so eine mammonorientierte Dame allerdings reinfallen kann würde mich an der Stelle schon mal interessieren), die auch beim Alibi, einer Kostümparty, behilflich ist.
Bis Columbo auf den Plan tritt vergeht dabei recht viel Zeit, allerdings hat man manchmal schon das Gefühl das hier Zeit geschunden wird, um auch wirklich die 90 Minuten Marke zu erreichen (Gesinge der Nachbarn, Geschenkauswahl für Ehefrau, wir dürfen dem Inspektor zur bevorstehenden Silberhochzeit gratulieren).
Beim Entschlüsseln der Hinweise, darf hier besonders auch der Zuschauer seine grauen Zellen mal strecken. Bei der Seriennummer der Kamera, der gefälschten Uhr und den auffällig ins Bild gerückten Fotos des Schimpansen muß der Zuschauer schon mitraten, was Columbo da entdeckt hat, verraten wird's nämlich erst viel später. Da entwickelt sich eine grundsolide Episode, die sich durch eher ungewöhnliche Fingerabdrücke auflöst.
7/10

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