Armer Tommy Lee Wallace! Zunächst noch in Verbindung gebracht mit Klassikern des modernen Horrorfilmes wie "Halloween" oder "The Fog", entschloss er sich, die Regie des dritten Halloween-Teiles zu übernehmen.
Nicht nur das, er entschied sich zusammen mit John Carpenter auch noch dazu, etwas ganz neues auszuprobieren. Einen absoluten Independent-Film nämlich, der mit der Michael Myers Story ungefähr so viel gemein hat, wie Dieter Bohlen mit einem guten Schriftsteller.
Danach rasselte die Kritik auf ihn ein. Kaum nachzuvollziehen für so manchen Filmeliebhaber, für nimmergesättigte Myers-Fans sowieso nicht. Schade für Wallace, denn, das er mit "Halloween III" einen ansehbaren und spannenden Thriller schuf, gestanden ihm (und vor allem sich) nur wenige ein...
Aber zunächst zur Story:
Ein Mann befindet sich auf der Flucht. Verwundet wird er ins Krankenhaus eingeliefert, wo er einem Arzt (Tom Attkins) ungeheure Verschwörungsphantasien auftischt. Nur kurze Zeit später wird der verwirrte Mann ermordet ...
Wieviel Glaubwürdigkeit sollte man ihm nun schenken? Der Arzt zumindest reichlich. Zusammen mit der Tochter des Opfers verfolgt er jede Spur zurück und gerät dabei in das Visier eines mysteriösen Spielzeugfabrikanten, der mit seinen populären Halloween-Masken einen teuflischen Plan ausgeheckt hat ...
Die Story ist zwar ab und zu etwas löchrig, weiß aber mit einem gut spielendem Tom Attkins durchaus zu unterhalten. Die Spezialeffekte lassen sich für das Alter des Filmes sehen und sind zum Teil recht gorig ausgefallen.
Bleibt im Grunde genommen nur zu sagen, das "Halloween III" einem soliden, atmosphärischen Thriller gleichkommt, der eigentlich nur eine große Schwäche vorzuweisen hat: Kein Michael Myers!
6/10