An Halloween Kinder, da wirds was geben
Dr. Challis (Tom Atkins) wollte seinen Kindern eigentlich nur eine kleine Halloween-Überraschung vorbeibringen und dann seinen Feierabend genießen. Daraus wird aber nichts, denn er wird für einen Notfall ins Krankenhaus gerufen.
Ein älterer Mann wurde schwer erschöpft eingeliefert und klammert sich an eine Halloweenmaske. Er stammelt etwas davon, dass sie kommen und uns alle umbringen werden. Wenig später tritt genau das ein und der Mann wird in seinem Bett von einem Unbekannten umgebracht, der dann auch gleich noch Selbstmord im Auto begeht.
Am nächsten Tag trifft die Tochter des Ermordeten ein, der ein kleines Geschäft besaß und zuletzt eine Lieferung Masken bei Silver Shamrock in Santa Mira abholen wollte. Genau dorthin begeben sich die beiden. Der kleine Ort liegt sehr abgelegen und wirkt verlassen. Nachts herrscht Ausgangssperre und überall sind Überwachungskameras installiert.
Nach einer offensichtlich harmlosen Führung durch die Fabrik entdeckt Ellie eher zufällig das Auto ihres Vater und wird daraufhin gefangen genommen. Jetzt liegt es an Challis, sie zu befreien und den wahnsinnigen Plan von Conal Cochran aufzuhalten.
Halloween 3 hat im Grunde genau ein großes Handicap - seinen Titel. Mit der Micheal Myers-Reihe hat der Film nämlich rein gar nichts zu tun. Warum man also auf die wenig intelligente Idee kam, ihn als Teil der Saga zu betiteln wissen wohl auch nur die damals verantworten. Der manchmal verwendete Untertitel Seasons Of The Witch würde viel besser passen und den faden Beigeschmack beseitigen, den man als Halloween-Fan zwangsläufig bekommt, falls man einen weitere Myers-Streifen erwartet.
Davon abgesehen schlägt sich der Film aber recht ordentlich und auch die Story weiß zu gefallen, wenn sie auch an einigen Stellen recht käsig und an den Haaren herbeigezogen erscheint. Genügend Spannung entsteht alle Mal im Verlauf des Films und auch ein paar ganz nette Schockeffekte gibt es zu bestaunen. Die sind jedoch eher in der Minderzahl und gar nicht mal unbedingt notwendig.
Die Atmosphäre ist es, die den positiven Gesamteindruck hinterlässt. Die Nachtszenen können überzeugen, ebenso wie das kleine Kaff. Auch der minimalistische Soundtrack ist sehr gut gelungen, wenngleich er nicht ganz an die Güteklasse des kultigen Halloween-Themes ranreicht.
Ein weiterer Pluspunkt ist das Ende, welches nur scheinbar ein Happy End ist. Den kleinen Twist fand ich wirklich gelungen.
Vom schauspielerischen Standpunkt betrachtet gibt es dagegen höchstens B-Movie Standard zu begutachten, trotz einiger namhafter Akteure. Auch die deutsche Synchro konnte mich nicht wirklich vom Hocker reißen, was umso ärgerlicher ist als dass bei meiner Version kein Originalton vorhanden ist.
Insgesamt betrachtet also ein 80er Horrorfilm im oberen Durchschnitt, den man durchaus in der Sammlung stehen haben darf. Er sollte wie gesagt nur losgelöst von Halloween betrachtet werden, dann ist er ziemlich gut und eigenständig.