Als einer seiner Patienten auf mysteriöse Weise stirbt, stellt der Arzt Dr. Daniel Challis Nachforschungen in einer Spielzeugfirma an, die Halloween-Masken verkauft. Zusammen mit Ellie, der Tochter des Opfers findet er schon bald heraus, dass der Chef dieser Firma die Masken präparieren ließ, um deren Träger fern steuern zu können. Damit diese Fernsteuerung jedoch aktiviert wird, ist die Ausstrahlung eines Werbespots von Nöten, die Challis jedoch mit allen Mitteln zu verhindern versucht.
Im dritten Teil des Franchises versuchten die Macher offensichtlich der Reihe eine Neuausrichtung zu verabreichen, wie sie radikaler kaum sein könnte. Außer dem Titelgebenden Fest an Halloween nahm man alles raus, was die ersten beiden Filme zu großen Erfolgen werden ließ und die Fancrowd quittierte das Ganze nicht ganz überraschend mit dem symbolischen Stinkefinger. Wir haben nämlich keinen Dr. Loomis mehr, auch Laurie ist aus dem Programm genommen, es gibt kein Illinois und schon gar kein Haddonfield mehr, aber dann auch noch auf Michael Myers zu verzichten ist dann doch des Guten ein wenig zu viel. Im Prinzip ist Halloween III gar kein so übler Streifen geworden, aber es ist halt auch kein richtiges Halloween Sequel mehr, sondern eher so etwas wie die Sesamstraße ohne Samson oder Fluch der Karibik ohne Jack Sparrow.
Also auf zur neuen Spielwiese nach Kalifornien, wo ein alter Sack von ein paar Anzugträgern gehetzt wird und mit den Worten "Sie kommen" sich verabschiedet, sehr mysteriös aber längst noch nicht der Gipfel der Bräsigkeiten, die die Scripter im Drogenrausch sich einfallen ließen. Der behandelnde Arzt und die Tochter des alten Sacks machen sich auf Spurensuche beim Maskenhersteller Silver Shamrock nach Santa Mira, wo ein schräger Industrieller Klone herstellt und mittels Chips in den Masken, die mit Partikeln eines geklauten Steines von Stonehenge aufgemotzt wurden, um damit die Kinder des Landes via Fernsehen zu töten. Das klingt nicht nur doof, das ist es auch und eine vernünftige Begründung für den Unsinn bekommt man auch nicht geliefert, ebenso wenig wie viele Flaschen Alkohlika man braucht um sich solch einen Murks auszudenken.
Das ist zwar alles nicht wirklich dolle, aber immerhin zumindest ein wenig spannend. Warum man dem Zuschauer aber bestimmt ein Dutzend Mal diesen nervigen Werbespot vorgeigen mußte ist ein weiteres Geheimnis dieser Produktion, bei mir hätte es beinahe auch wirklich funktioniert und der Brägen wär fast in die Luft geflogen. Freunde der gepflegten Sudelei bekommen zwar wenige, aber recht effektive Sauereien geboten, es bleibt aber dabei, das man es hier mit einem höchst durchschnittlichen Horrorfilm zu tun hat. Myers Fans können diesen Teil aber getrost weglassen, ab Teil vier hat man ja zum Glück den Rückzieher von diesem Experiment gemacht.
5/10