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Sechs Monate nachdem der Bergsteiger Preston Rogers vom Todesfelsen abgestürzt ist und dabei seine Frau verlohr, kehrt er im Rollstuhl mit dem ignoranten Pfleger Otis zurück in sein Haus in den Bergen. Im Nachbarhaus haben sich fünf hübsche Freundinnen eingemietet. Am Abend entdeckt Preston eine seltsame Kreatur und glaubt, dass eine Frau verschleppt wurde. Da das Telefon nicht geht, benachrichtigt er die Polizei per Mail. Doch diese will ihm keinen Glauben schenken, ebenso wie sein Pfleger. Als Preston beobachtet, wie die Bestie das nächste Opfer tötet, will ihn Otis mit einer Beruhigungsspritze zum Schweigen bringen, doch wenn Preston überleben will muss er handeln und schafft es den Pfleger zu überlisten und selbst zu betäuben. Er versucht die Frauen zu warnen, doch die Bestie ist bereits im Haus und ...

Bigfoot als Horrorfilm ist eine prima Idee, es gibt diesbezüglich zwar schon einige filmische Umsetzungen zu dem Thema, jedoch ist das Subgenre noch nicht so ausgelutscht, wie bei den Standardhorrorviechern ala Schlangen, Wölfe und ähnliches Kroppzeuch. Unser Titelmonster hier erinnert zwar mehr an Chewbacca mit Gewichtsproblemen, ist aber meist auch nur Sekundenbruchteile zu sehen. Löblich auch das der Film ohne CGI Effekte auskommt, hier gibts noch gute alte Handwerkskunst zu sehen. Ein weiterer Pluspunkt des Films ist auch der Hauptdarsteller des Streifens, Matt McCoy macht seine Sache als querschnittsgelähmter Protagonist ausgezeichnet und bringt den Helden sehr sympatisch rüber, zumal er aufgrund seiner Behinderung nur über eingeschränkten Bewegungsradius verfügt. Ist mal was anderes als die Möchtegernrambos aus vergleichbaren Filmen. Kamera und Sets sind auch gut gewählt, zudem bekommt der Zuschauer auch alte Bekannte wie, Lance Henriksen, Jeffrey Combs und Phil Morris zu sehen.

Natürlich gibt es auch negative Aspekte, die deutsche Synchro ist mal wieder allerunterste Schublade, was bei einem solchen Film natürlich doppelt schade ist. Auch dauert es relativ lange bis der Film endlich in die Pötte kommt. Gorehounds werden auch nicht gerade rundumbedient. Die wenigen brutalen Szenen sind wirklich sehr gut gemacht, aber über die gesamte Laufzeit gesehen doch zu selten.

Insgesamt ist Abominable aber ein prima Streifen, Tierhorror der mal etwas anderen Sorte mit guten Schauspielern und einer interessanten Story, zwar kein Actionreisser a la Alien, aber immer noch um Lichtjahre besser wie die letzten Boa, Python oder Italo-Krokodil Schmufilme der letzten Zeit.
7/10

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