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Joan, eine Sextherapeutin, ertappt ihren Liebhaber David, wie der mit ihrer Sekretärin schläft und sich dabei auch noch über Joan lustig macht (natürlich ohne zu wissen, daß sie das mitbekommt). Daraufhin verkleidet sich Joan als Prostituierte "Lisa", geht mit David (der weiß, daß sie Joan ist), in ein Hotelzimmer und erschießt ihn. Danach fehlt von der "Black Lady" Lisa jede Spur. Columbo gelingt es schließlich herauszufinden, wer Lisa in Wirklichkeit ist.

Diesmal verschlägt es den Inspektor in eine Liebestherapieklinik, was ihn mehr als genug Gelegenheit gibt verlegen aus der Wäsche zu schauen. Der Mord an sich ist wieder clever gemacht, in der Verkleidung einer Prostituierten ermordet die gehörnte Geliebte ihren untreuen Lover und ist vorgeblich gleichzeitig auf einer Spendengala. Ein schwerer, aber knackbarer Fall für Columbo, denn die Mörderin läßt doch einige Spuren am Tatort zurück.
Fehlende Schlüssel des Opfers und eine Zigarette führen zielsicher zu der Sexualtherapeutin Dr. Allenby, der sich Columb auf seine gewohnt hartnäckige Weise nähert. Da helfen auch weitere Verschleierungsversuche mit erneuten Auftritten der Phantasiefigur Lisa wenig. Am Ende siegt dann doch die ich-habe-da-noch-eine-Frage Routine.
Die Vorgehensweise ist dabei klassische Krimi Unterhaltung mit einer allerdings etwas blassen Gegenspielerin, da kann Columbo Tuba spielen wie er will. Erstmals (glaue ich) wird hier auch mit modernen analytischen Methoden gearbeitet, Speichelproben und daraus schließbare Blutgruppen gab es zu der damaligen Zeit noch nicht allzu lange.
Gesamt aber ein netter Fall, der zum erwarteten Ergebnis führt, aber lange seine Spannung erhält und Krimifreunde gut unterhält. Der Film ist zwar sicher kein Highlight der Reihe, aber gemütlich konsumierbar.
7/10

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