Bedeutungsschwanger rollt anfangs im Bildhintergrund ein Metallreif, gefolgt von einem spielenden Mädchen durchs Bild ... Autorenkino? Nein!
Kurze Zeit später sehen wir die Siefmutter desselben Kindes mit der ortsansässigen Hexe bei einem Ritual, welches zur Folge hat, dass der eben noch liebevoll schnitzende Papa sein alptraumgeschütteltes Töchterlein ermordet. Dass die Damen sich während des Rituals mit Dornenzweigen (? - ich weiß nicht mehr genau) schlagen, aber nur halbherzig in Szene gesetzte und unpassende Verletzungen davontragen, da gehe ich mal drüber hinweg. Allem liegt wohl eine böse, übersinnliche Sache zugrunde, die dann hunderte Jahre später ein Geisterdorf bedingt, zu dem eine eigenartige Archäologengruppe aufbricht, um - ja, was suchen die eigentlich? - ziemlich dilettantisch Ausgrabungen dort durchzuführen.
Doch bereits die Reise lässt Schlimmstes erahnen - Intrigen (Weibersachen mal wieder), dann ein Dorfältester, der ein Amulett austeilt und Böses voraussagt; der standardmäßige Verlust einiger Ausrüstungsgegenstände während des beschwerlichen Fußmarsches, die einheimischen Muli-Treiber, die sich ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr weiter trauen - alles obligatorisch, will man in einem Film eine Stimmung erzeugen...
Klar, dass, nachdem der Forscher-Tross in dem Orte eingetroffen ist, die erste Leiche nicht lange auf sich warten lässt...
... und so wird dann fluches- und vorhersagegemäß einer nach dem anderen über den Jordan geschickt...
Obwohl der Film teilweise recht lahmarschig daherkommt und auch stellenweise recht unglaubwürdig ist, kann er immerhin noch mittelmäßig unterhalten - oder, sagen wir mal so: es gibt Schlimmeres...