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Noch vor "Harte Ziele" inszenierte R.J. Kizer (The Hunter, Godzilla - Die Rückkehr des Monsters) diese Survival-Action nach einer Story von Mike Norris (Delta Force 3, Blood Chase I - Blutige Jagd). Und siehe da, das Potential für einen ordentlichen B-Actionfilm ist vorhanden, doch das Geschehen verliert sich in Geschwätzigkeit. Schade um den guten B-Cast, der nach mehr Einsatz forderte.

Einmal im Jahr veranstaltet Danton Vachs (Billy Drago) eine Menschenjagd auf einer abgelegenen Insel. Seine Wahl für das diesjährige Opfer fällt auf den ehemaligen Vietnamveteranen Matt Collins (Mike Norris). Als Ansporn lässt er Matts Freundin Lauren Sadler (Isabel Glasser) gleich mit entführen. Doch sie haben die Rechnung ohne Skylord Harris (Chad McQueen) gemacht, der sich auf die Suche nach seinem Kumpel Matt macht. Auch Matts Können hat Vachs unterschätzt, denn der findet auf der Insel mit John Blackwell (Don Swayze) ein altes Jagdopfer, welches sich bis dato verstecken konnte. Zusammen dezimieren sie die brutalen Jäger, um Dantons Spiel ein für allemal ein Ende zu setzen.

In "Die Insel der Verdammten" oder "Surviving the Game" wird diese Thematik ebenfalls bearbeitet, qualitätsmäßig kann "Death Ring" da nicht mithalten. Im Mittelpunkt steht mal wieder ein ehemaliger Vietnamkämpfer, der zwar gerade das härteste Sportevent der Welt gewonnen hat, jedoch auch sein Leben hinterfragt, was zu Streitereien mit Freundin Lauren führt. Es ist ja nett gemeint, wenn Kizer seinen Charakteren zu Beginn Platz lässt, aber im Endeffekt scheint er damit nur Zeit schinden zu wollen, um "Death Ring" auf Länge zu bringen. Zwar sind Matt und Skylord dem Zuschauer schnell sympathisch, richtig Profil wollen sie aber nicht gewinnen. Der Fokus sollte bei solch einem Film nun mal auf der Menschenjagd liegen, doch die beginnt erst pünktlich zur zweiten Halbzeit. Und davor darf nicht sonderlich viel passieren, Matt darf einem Besoffenen der Lauren angrapscht die Leviten lessen und die Entführung verläuft auch unspektakulär. Obendrein bekommt es Collins nur mit wenigen Gegnern zu tun. Es stehen fünf Jäger bereit, inklusive korrupter Anwalt. Leider wird ein Jäger vor der Jagd über den Jordan geschickt und da untereinander gewisse Rivalitäten herrschen, wird ein Zweiter von seinem Kollegen gegen Ende getötet. Im Endeffekt machen also drei Jäger die Insel unsicher.

Nicht mal Schusswaffen kommen bei der Jagd zum Einsatz, sondern Messer, Ninja Sterne, Garotte oder Speer. So darf sich Matt mit jedem Gegner einen Zweikampf liefern, welche dann recht ordentlich gemacht sind. Nebenbei wird immer wieder zu Skylord geblendet, der mit Hilfe der Polizei versucht Matt aufzuspüren. Da spielt sogar eine Gruppe von Satanisten eine Rolle, richtig interessant will dieser Strang aber nicht werden. Viel mehr interessiert die Menschenjagd, welche Kizer solide spannend in Szene setzt. Schließlich trifft auch Matt auf Blackwell, welcher mit seinem Verschwinden bei der letzten Jagd für ein Debakel sorgte. Die mit Abstand längste Actionszene gibt es im Finale, wenn Skylord, Matt und John das Anwesen von Danton angreifen und sich einiger Wachen entledigen müssen. Auf einen Endkampf muss man dabei nicht verzichten, jedoch fehlt es den ganzen Sequenzen am gewissen Etwas. Das Happy End ist jedenfalls zu keiner Zeit in Gefahr. Für einen derartigen Film ist die Besetzung recht hochkarätig, Mike Norris, Chad McQueen (Fire Force, Martial Law) und Don Swayze (Slayer, Forced to Kill) machen ihre Sache ordentlich. Richtig gut ist nur Billy Drago (Delta Force 2, Martial Law II) als schmieriger Milliardär Danton.

Eine solide Machart zeichnet "Death Ring" aus, wobei es kurz und bündig an Action mangelt. Eigentlich kommt diese teilweise recht brutale Menschenjagd erst in der zweiten Hälfte in Gang. An sich wird man ganz gut unterhalten, Freunde der B-Action werden sich gut aufgehoben fühlen, wobei deutlich mehr drin gewesen wäre als Durchschnitt.

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