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Zuerst hat man den Eindruck eines Deja-Vu. Robert de Niro spielt einen Arzt (Psychologe) und ein Todesfall ereignet sich bei einer dreiköpfigen Familie - das gabs doch bei schon bei Godsend (2004). Aber glücklicherweise ist das dann auch schon die gesamte Ähnlichkeit.
Tatsächlich könnten die beiden Filme kaum unterschiedlicher sein.
Das betrifft vor allem den Gesamteindruck, denn während Godsend eine interessante Story mit ziemlich absurdem Ende darstellt - Ist Hide and Seek am Anfang eher mässig interessant ,aber steigert sich von Minute zu Minute.

Zu viel darf und soll man bei Thrillern nicht verraten. Trotzdem darf sich der Zuschauer bei Hide and Seek vor allem über die Auflösung freuen. Die ist wirklich ganz logisch und macht in jeder Beziehung Sinn, ist aber trotzdem so überraschend das man nicht drauf kommt. Man könnte jetzt den Film mit anderen Klassikern vergleichen, die einen ähnlichem Verlauf haben, aber da würde jeder eingebrachte Titel den Zuschauern sofort auf die richtige Fährte bringen und den Spaß nehmen. Deshalb unterlasse ich hier mal den Vergleich.

Ganz großartig ist jedenfalls die darstellerische Leistung des Mädchens Emily (Dakota Fanning). Die noch so klein ist, aber die Rolle des traumatisierten Kindes so gut spielt, dass ich mich immer wieder frage, woher die Amis diese guten Kinderschauspieler nehmen? Bei uns gibt es sowas nicht. Die Kleine spielt jedenfalls locker ihren Filmdaddy Robert de Niro an die Wand (der allerdings auch sehr gut in dem Film ist).
Aber wie gesagt, das Schönste an dem Film ist, dass er total spannend, überraschend und trotzdem logisch ist. Man könnte jetzt sagen, dass man das doch von allen Thrillern erwarten könnte, doch was einem da manchmal als Showdown präsentiert wird ist doch allzuoft einfach nur peinlich. Hier endlich mal nicht und dafür gibt es auch 8 Punkte, obwohl der Film eigentlich nicht mehr ist als spannende Unterhaltung - aber eben endlich einmal ohne den Zwang dafür Logigkröten schlucken zu müssen.

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