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Duluth National Park, Minnesota. Vier Freunde unternehmen eine Motocross-Tour durch die Wälder. Als sich bei einem waghalsigen Manöver einer ein Bein bricht, ist der Spaß jedoch zu Ende. Der per Handy gerufene Rettungshubschrauber kann in dem unwegsamen Gelände nicht landen. Der erfahrene Ranger Jake Langford seilt zu der Gruppe ab. Zur gleichen Zeit legt ein Wahnsinniger zwei große Brände und die Feuerwand rast unaufhaltsam auf die Fünf zu. Gefangen in einem Hexenkessel aus Hitze und Feuer scheint es keinen Ausweg zu geben.

In der fünfteiligen Nature unleashed Reihe dreht sich das Katastrophenszenario diesmal ums gute alte Feuer. In dem doch ziemlich zusammenkonstruierten Szenario muß ein heroischer Ranger einen Haufen offroadender Motocrosser aus einer wildwuchernden Feuersbrunst retten, auch wenn diese wegen amtlich anerkannter Blödheit, zumindest seitens ihres Anführers, eigentlich verdientermaßen aus dem Genpool ausgeschlossen werden müßten.
Realisiert wurde die ganze Nummer wie üblich mit einem besseren Taschengeld, so daß die Feuerpassagen entweder aus Nachrichten Footage oder aus ca. 20cm hohen Echtpassagen bestehen und nie so richtig das Gefühl aufkommt, das der Haufen Naturpistenfahrer feuertechnisch eingeschlossen wird. Aber zum Glück ist ja Ranger Jake dabei der in der Anfangsszene seinen Heldenstatus etabliert bekommt und sogar Großbrände per Nasenflügeleinsatz orten kann.
Die Flucht aus dem Feuer verläuft dann größtenteils in vorhersehbarem Rahmen ab, auch wenn ein zunächst unbekannter Pyromane den Wald an allen Ecken anzündelt um die recht schwache Story am Leben zu erhalten.
Durch die schwachen Darsteller fällt es im Laufe der Zeit zunehmend schwer den Film letztendlich Ernst zu nehmen, wenn beispielsweise einer der Teilnehmer sich ein gebrochenes Schienbein einfängt, aber noch munter andere Kollegen stützen kann, ungestört durch die Gegend läuft und nur wenns dem Drehbuch wieder einfällt das er ja ein böses Auaaua hat, ein dramaturgisch schmerzhaftes Gesicht aufsetzt. Zumindest kommt dabei ein wenig unfreiwilliger Humor auf. Einziger halbwegs bekannter Name im Cast ist Ex-Actionstar Brian Genesse, der leider wie viele der ehemaligen B-Action Heroes ab dem 40sten Lebensjahr keine oder nur noch solche Rollen angeboten bekommt, kann diesen Film zwar nicht mehr retten, ist aber zumindest der einzige der sich so was ähnlichem wie Schauspielerei bedient.
So bleibt am Ende ein recht mauer Beitrag übrig, der mit halbgaren Stunts so etwas wie Action vorgaukeln möchte, aber doch nur sterbendes Lagerfeuer darstellt. Zusammen mit dem recht schwachen Score bleibt die Nature unleashed Reihe ein Billigprodukt, das mehr vorgaukelt als es eigentlich präsentieren kann. Nur für Hardcore Katastrophenfans empfehlbar.
3/10

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