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Schon die wirklich großen Katastrophenkracher fürs Kino sind inhaltlich meist dürftig und belämmert, aber die kleinen Artgenossen für die Flimmerkiste können nicht einmal mit imposanten Zerstörungen diese typischen Genreschwächen kaschieren. Bei diesem Waldbrand merkt man ganz schnell, dass die Luftaufnahmen bloß Stock Footage von echten Feuern sind, während man den Bodenaufnahmen ansieht, dass die Akteure meist nur von CGI-Flammen umringt sind, was jegliche Illusion von Hitze und Lebensgefahr ruiniert. Als potentielle Brandopfer werden uns zudem Motocross-Proleten vorgesetzt, die in ihren bunten Biker-Overalls verdächtige Ähnlichkeit mit den Power Rangers aufweisen. Unser Held, ein Ranger, benimmt sich zudem wie ein Geisteskranker, meist absolut unverantwortlich und nicht so richtig die Natur im Fokus behaltend. Mehr alberne Sparflamme denn packendes Inferno.
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Eins muss man Regisseur Goldstein lassen: Er holt aus dem niedrigen Budget das Optimum heraus. Gut, die CGI-Effekte sind wahrscheinlich am Heimcomputer entstanden, aber dafür drückt der Film von Anfang an so aufs Gaspedal, dass keine Längen entstehen. Die Motocrosseinlagen sind gut inszeniert und auch Bryan Genesse macht in der Rolle des erfahrenen Park-Rangers eine gute Figur und darf in den zwar wenigen - dafür aber gut choreographierten - Actionszenen mal wieder so richtig zuhauen. Da dies dann aber doch manchmal etwas härter ausfällt, z.B. beim Zweikampf mit den Holzfälleräxten bzw. Kettensäge, wundere ich mich über die FSK 16 Freigabe. Somit bleibt ein überdurchscnittlicher Genre-Beitrag aus dem Hause Nu Image, an dessen Inszenierung sich andere Regisseure des Studios vielleicht mal ein Beispiel nehmen sollten. Deshalb 6/10 Punkten.