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In dem idyllischen Gebiet von Shadow Valley, am Fuße des Bergs Diamondback, sprengt der Immobilien-Hai Donald Richardson einen Berghang für seine Ferienhäuser frei. Erste Interessenten lassen nicht lange auf sich warten, genau so wie die ersten Erdrisse und immer stärker werdende Erschütterungen. Auf einmal verschlingt ein gewaltiger Erdrutsch sämtliche Häuser und verwandelt das ganze Gebiet in eine tödliche Lawine aus Schutt und Geröll. Ein fieberhaftes Wettrennen gegen die Zeit und um die Leben der Verschütteten beginnt.

Es dürfte wohl kaum ein klischeebehafteteres Genre geben, als das des Katatstrophenfilms, die sich letztendlich immer nach der gleichen Formel abspulen, egal ob es sich dabei um Erdbeben, Flugzeugunglücke, Vulkanausbrüche oder ein Massenfarnsterben im Harz handelt. Selbiges gilt natürlich auch für Landslide.
Wir haben also mal wieder den üblichen Baukasten aus einer zerrütteten Familie mit gemeinsamen Sohn und jeder Menge Probleme, die nach Schlußpfiff natürlich alle behoben sind und alle singend ins Friede Freude Eierkuchen Haus ziehen. Es gibt selbstverständlich den geldgeilen Bauotto der sowohl geologische Befunde, als auch den gesunden Menschenverstand in seiner anderen Brieftasche vergessen hat und von Mama Natur in Form von einer Menge Dreck und Staub eins aufs dach bekommt.
Die Story bringt soweit auch nichts neues, nach dem großen Erdrutsch sind ein Häuflein Menschen in den verschütteten Häusern eingeschlossen, der Dramaturgie wegen ist natürlich auch eine Frau kurz vor der Geburt dabei und ein paar Klapperschlangen haben auch den Weg ins Innere gefunden (wüßte allerdings gerne mal wie die Biester das gemacht haben sollen). Ach es ist einfach alles so stereotyp und vorhersehbar.
Die Action wird dabei gerne wieder mal vernachlässigt, stattdessen gibt es ein gefürchtetes Dialogfestival der Schwätzerbruderschaft voller menschlicher Emotionen und Gefühle, das das Trommelfell zur Implosion treibt, alles wie gehabt. Und zum Schluß werden natürlich alle Gerettet, das Baby ist gesund, der fiese Schmierlappen bekommt seine Strafe, fehlt eigentlich nur noch das sich alle ums Lagerfeuer setzten und "This land is my land" singen.
Erstaunlicherweise halten sich dafür die Darsteller eigentlich ganz wacker. Alexandra Paul muß zwar auch dem Schicksal aller älteren Once-has-beens folgen und in TV Produktionen wie dieser kleinere Brötchen backen, aber schauspielen kann sie eigentlich nicht schlecht, die anderen machen ihren Job auch ganz ok, einzige Ausnahme ist der dickliche Klugscheißertyp der aussieht wie Markus Maria Profitlich, der eigentlich nur nervt und sonst zu nichts zu gebrauchen ist.
Auch Landslide ist jetzt nicht gerade der große Weitwurf im Natur gegen Mensch Genre. Miese Tricks treffen auf einfaltsarme Story und das ganze auch wieder soapig angehaucht. Wahrlich kein Film der Berge versetzten kann, auch nicht mit Erdrutschen.
3/10

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