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Starfotograf Paul Galesko erträgt die Herrschsucht seiner Frau nicht mehr und knipst ihr das Lebenslicht aus. Mit Exknacki Deschler präsentiert er der Polizei gleich einen Mörder dazu und etliche Indizien, die Deschlers Schuld eindeutig zu belegen scheinen. Aber so leicht führt man Columbo nicht hinters Licht.

Als Mörder der Woche diente bei Momentaufnahme für die Ewigkeit der sonst so knuffige Comedian Dick van Dyke, den manche aus der Serie Diagnose Mord kennen, in einer völlig ungewohnt ernsten Rolle. Nach einem wirklich extrem ausgeklügelten Plan tötet er seine Frau, täuscht deren Entführung vor und um ganz sicher zu sein schiebt er die Schuld einem Ex-Knacki in die Schuhe, den er bei der vermeintlichen Lösegeldübergabe gleich auch noch erschießt. Meinen Segen hatte er allerdings, wenn man den Ehedrachen die ersten Minuten gesehen hat, hoffentlich hat der Richter diese Episode gesehen, das kann nur Freispruch geben.
Sowohl beim Mord, als auch bei der anschließenden Überführung überschlägt sich das Drehbuch an cleveren Ideen. So viele Details gab es selten in einer Columbo Episode. Auch die Chemie der beiden Darsteller stimmt. Es ist einfach ein Bild für die Götter, wenn der Mörder jedes mal mehr die Augen verdreht nach jedem neuen Besuch des Inspectors. Kleinere Längen werden durch Humor abgefedert, wenn Columbo in einer Mission für einen Obdachlosen gehalten wird (verständlich bei dem ollen Mantel) oder bei der Szene als er einen Führerscheinprüfer mitnimmt. Es passen viele Rädchen ineinander.
Für mich ist die Momentaufnahme eine Highlight Folge der Filmreihe. Selten bröckelt so deutlich die Fassade des Mörders elegant weg, auch wenn er sich die noch so plausibelsten Erklärungen ausdenkt. Die Darsteller leisten einen prima Job und allein die vielen kleinen Details, mit denen hier jongliert wird, sorgen für spannende Unterhaltung.
8/10

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