Selbst wer den Plot des Filmes nur grob überfliegt, denkt automatisch an Filme wie "Saw" oder "Cube", was auch nicht sonderlich verwundernswert ist. Inhaltlich hat er auch nichts neues zu bieten. Neun Personen die sich wild zusammengewürfelt in einer Wohnung wiederfinden. Einer von ihnen darf die Wohnung mit fünf Millionen "Preisgeld" wieder verlassen.
Die schauspielerischen Leistunge reichen von gut bis "nicht unbedingt sehenswert". Allen voran natürlich der vom "Easy Rider" zum in diesem Streifen mutierten Pater Dennis Hopper, der dem Gesicht der Schauspieler-Riege zumindest ein klein wenig glanz verleiht. Aber selbst er hatte schon stärkere Rollen. Der Rest der Darsteller hätte genauso gut in einem Film á la "Wrong Turn" mitwirken können. Jung, hübsch, aber dafür strohdoof.
Der Film kommt doch ziemlich langsam in die Gänge, umso mehr überschlagen sich die Ereignisse dann wiederum in den Schlussminuten. Positiv muss man "House of 9" zu Gute halten, dass die Kameraarbeit sehr gut gelungen ist. Auch die Reihenfolge des unfreiwilligen Ablebens der einzigen Akteure sowie der Umgang miteinander kommt auch relativ gut rüber. So bleibt z.B. nicht die Zeit um irgendwelche Freundschaften o.ä. zu schliessen. Solch ein Versuch wird sofort im Keim erstickt. Er ist zumindest nicht berechenbar, was den Schluss aber auch nicht sonderlich einfallsreicher werden lässt und es natürlich nicht unbedingt verwunderlich wäre, wenn wir irgendwann mal mit einer Fortsetzung bedient werden.
Alles in allem könnte dieser Film all denen gefallen, denen "Saw" zu blutig oder zu brutal war. Etwas an Blut wird auch hier fliessen und ab der Hälfte der Spielzeit kommt "House of 9" dann auch mal in die Gänge. Ohne seine berühmten Vorlagen wäre das Rating für diesen Fim wohl doch etwas höher ausgefallen, aber unter diesen Umständen ist, auch aufgrund der nicht unbedingt ausgereiften schauspielerischen Fähigkeiten einzelner Akteure, nicht mehr drinnen als diesen Film lediglich zum Zeitvertreib zu schauen.