Neun Personen die sich wild zusammengewürfelt in einem prunkvollen Haus wiederfinden. Einer von ihnen darf die Wohnung mit fünf Millionen "Preisgeld" wieder verlassen - aber nur einer kann überleben...
Dass HOUSE OF 9 das Genre nicht neu erfinden wird war mir nach diesen drei Zeilen klar.
Dass eine Direct-To-DVD-Vermarktung meistens nichts Gutes verheißen mag war mir auch klar. Trotzdem landet die Scheibe im Player... schließlich wird mir bei der Laufzeit von 95 Min. ja auch nicht soooo viel Zeit gestohlen ;-)
Was mich dann aber erwartet hat mich überrascht: Als sich die Situation in der Villa zuspitzt, die ersten Protagonisten der psychischen Belastung nicht mehr standhalten und infolgedessen nach dem bewährten „10-Kleine-Negerlein-Prinzip" nacheinander auf recht einfallsreiche Art und Weise auf gehobenem FSK-16-Niveau nacheinander den Löffel abgeben mag das kleine Filmchen durchaus zu unterhalten. Jedenfalls vergingen die anderthalb Stunden wie im Flug.
Das lag zum einen daran, dass die - bis auf Dennis Hopper - nahezu unbekannte Schauspieler-Riege ihre Sache allesamt mehr als ordentlich macht, wenngleich man tiefsinnige Charakterzeichnung in dem Streifen natürlich vergeblich sucht.
Nichtsdestotrotz hat sich Steven R. Monroe, der seitdem in den Untiefen der B-Film-Produktionen versunken scheint, mit den offensichtlichen Vorbildern „SAW" und „CUBE" die richtige Mischung ausgesucht: Mit Spannung, Dramatik und einem unerwarteten Ende, dass wie ein Faustschlag mitten ins Gesicht trifft und die Obligation einer Fortsetzung innehält, bietet HOUSE OF 9 perfekte Unterhaltung für Zwischendurch - ohne großen Anspruch, aber auch ohne große
inszenatorische Schwächen.
Fans der genannten Vorbilder und Genre-Junkies machen mit dem Betreten dieses Hauses keinen Fehler ...
(6 / 10)